Eberhard Esche
Actor
Eberhard Esche (*25. Oktober 1933 in Leipzig; †15. Mai 2006 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler, der sowohl auf der Bühne als auch im Kino und Fernsehen prägte. Nach seiner Ausbildung an der Theaterhochschule Leipzig begann er seine Karriere in Erfurt und Berlin, bevor er 1961 festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater wurde, wo er bis 1999 in zahlreichen klassischen und modernen Rollen auftrat. Im Kino wurde er vor allem durch seine Mitwirkung in bedeutenden DEFA-Produktionen bekannt. In **DER GETEILTE HIMMEL*(1964, Regie Konrad Wolf) verkörperte er Manfred Herrfurth, einen jungen Wissenschaftler, dessen Beziehung in der Zeit der deutschen Teilung scheitert. Zwei Jahre später übernahm er in **SPUR DER STEINE*(1966, Regie Frank Beyer) die Rolle des Parteisekretärs Horrath. Beide Filme zählen zu den zentralen Werken des DDR-Kinos und machten Esche zu einem der bekanntesten Schauspieler seiner Generation. Weitere Film- und Fernseharbeiten umfassen Titel wie Leben mit Uwe (1973, Regie Lothar Warneke) und Aufzeichnungen aus der Unterwelt (1985, Regie Horst E. Brandt). Neben seiner Filmkarriere blieb das Theater sein Lebensmittelpunkt, wo er unter anderem als Hamlet, Faust und in zahlreichen zeitgenössischen Stücken große Erfolge feierte. Für sein Schaffen erhielt Eberhard Esche zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1968 den Kunstpreis der DDR und 1995 den Eduard-von-Winterstein-Ring. Mit seiner unverwechselbaren Stimme und seiner intensiven Darstellungskraft gilt er als eine der markantesten Persönlichkeiten des deutschen Theaters und Films der Nachkriegszeit.
Films on Sooner
Spur der Steine

1966
132 mins
Classics
Auf einer ostdeutschen Baustelle herrschen schlechte Planung und Engpässe. Vorarbeiter Hannes Balla wendet unkonventionelle Methoden an.
Der geteilte Himmel

1964
108 mins
Classics
Die Verfilmung von Christa Wolfs Werk zählt zu den wichtigsten der deutschen Filmgeschichte, die „je nach politischer Wetterlage“ verboten wurde.