Guillaume Nicloux
Director
Guillaume Nicloux ist ein französischer Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler, der seit den 1990er-Jahren zu den prägenden Stimmen des europäischen Autorenkinos zählt. Seine Filme zeichnen sich durch psychologische Tiefe, subtile Ironie und eine klare visuelle Sprache aus, die häufig zwischen Realität, Fiktion und philosophischer Reflexion changiert. In BEING BLANCHE HOUELLEBECQ (2024, Regie: Guillaume Nicloux) führt er Michel Houellebecq und Blanche Gardin in einer filmischen Meta-Erzählung zusammen, die das Spiel mit Identität, Öffentlichkeit und Intimität ins Zentrum stellt. Der Film wurde von BAC Films produziert und auf internationalen Festivals gezeigt. Mit präziser Regie und einem Gespür für ambivalente Figuren fügt Nicloux seinem Werk damit eine weitere Reflexion über die Grenzen zwischen Leben und Kunst hinzu. Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehört „The Kidnapping of Michel Houellebecq“ (2014), das bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin Premiere feierte und Houellebecq als fiktional entführte Version seiner selbst zeigt. Der Film brachte Nicloux große Aufmerksamkeit und gilt als Ausgangspunkt einer losen Trilogie über Kunst und Selbstinszenierung, die mit „Thalasso“ (2019) fortgesetzt wurde. In beiden Filmen verbindet Nicloux dokumentarische Beobachtung mit absurdem Humor und gesellschaftlicher Analyse. Bereits zuvor hatte er mit Werken wie „La religieuse“ (2013) internationale Anerkennung gefunden. Die Adaption von Denis Diderots Roman wurde im Wettbewerb der Berlinale gezeigt und erhielt mehrere César-Nominierungen. Auch „Valley of Love“ (2015) mit Isabelle Huppert und Gérard Depardieu fand weltweit Beachtung und wurde in Cannes uraufgeführt. Nicloux’ filmisches Schaffen ist vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Prix Jean Vigo und dem César für das beste adaptierte Drehbuch.
Films on Sooner
Being Blanche Houellebecq

2024
88 mins
Comedy
Enfant terrible und Provokateur Michel Houellebecq spielt sich in dieser demaskierenden Komödie selbst.