Hanna Rucker
Actor
Hanna Rucker (*14. Dezember 1923 in München; †2. Juli 1982 in London) war eine deutsche Schauspielerin, deren Karriere das DEFA-Kino der Nachkriegszeit prägte. Nach ihrer Ausbildung und Bühnenarbeit in München und Berlin debütierte sie 1949 in dem Trümmerfilm Wohin die Züge fahren unter der Regie von Boleslaw Barlog. Ihren Durchbruch erlebte sie 1950 als Schwarzwaldmädchen Lisbeth in dem DEFA-Märchenfilm DAS KALTE HERZ (1950, Regie Paul Verhoeven), nach dem Märchen von Wilhelm Hauff. Diese Rolle machte sie zum Publikumsliebling und verankerte ihren Namen in der deutschen Filmgeschichte. In den folgenden Jahren wirkte Hanna Rucker in weiteren bemerkenswerten Film- und Fernsehproduktionen mit. So spielte sie 1956 in Heiße Ernte (Regie Hans H. König) die Rolle Sybille Scharfenberg und trat 1955/1956 im Fernsehfilm Kolibri – Eine Magazingeschichte (Regie Peter Beauvais) auf. Ihre letzte bedeutende Rolle war 1956 in Heiße Ernte, bevor sie ihre Film- und Fernsehkarriere beendete. Hanna Rucker wurde für ihr filmisches Wirken mit dem Titel Verdiente Künstlerin der DDR geehrt. Mit ihrer Ausstrahlung und Präsenz hat sie deutliche Spuren im deutschen Nachkriegskino hinterlassen und bleibt durch ihre Rollen bis heute in Erinnerung.
Films on Sooner
Das kalte Herz

1950
104 mins
Kids & Family
Paul Verhoeven verfilmte das Märchen von Wilhelm Hauff als ersten DEFA-Farbfilm. Dieser gilt als Beginn der DEFA Kinderfilm-Produktionen.