Helmut Berger

Actor

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Helmut Berger war eine der markantesten Persönlichkeiten des europäischen Kinos und wurde in den 1960er- und 1970er-Jahren zu einem internationalen Symbol für Schönheit, Exzess und Ambivalenz. Der österreichische Schauspieler begann seine Karriere als Muse und Hauptdarsteller von Luchino Visconti, mit dem ihn eine enge künstlerische und persönliche Beziehung verband. Sein Durchbruch gelang ihm mit „Die Verdammten“ (1969), für den er weltweit Anerkennung erhielt und der bei den Filmfestspielen von Cannes ausgezeichnet wurde. Mit LIBERTÉ (2019) von Albert Serra kehrte Berger auf die Leinwand zurück. Der Film, der im Wettbewerb von Cannes präsentiert wurde, zeigt ihn als Herzog von Walchen in einer radikalen Auseinandersetzung mit Macht, Begehren und moralischer Dekadenz. Bergers Präsenz verleiht Serres Film eine unverwechselbare Aura aus Eleganz und Vergänglichkeit und markiert einen späten Höhepunkt in seiner Karriere. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen „Ludwig II.“ (1972) und „Conversation Piece“ (1974), beide unter der Regie von Luchino Visconti. Mit „Der Pate III“ (1990) von Francis Ford Coppola bewies Berger seine Vielseitigkeit auch in internationalen Produktionen. Seine Darstellungen verbanden aristokratische Distanz mit emotionaler Verletzlichkeit – eine Kombination, die ihn zu einer Ikone des Autorenkinos machte. Für seine Leistungen erhielt Helmut Berger zahlreiche Auszeichnungen, darunter den David di Donatello Award, den Teddy Award der Berlinale und eine Nominierung für den Golden Globe. Er blieb bis zu seinem Tod 2023 eine schillernde Figur, deren Werk weit über das Kino hinausstrahlt.

Films on Sooner

  • Liberté

    2019

    122 mins

    Drama

    Albert Serra entfesselt in der Adaption seines Volksbühne-Stücks die Zügellosigkeit einer Gruppe französischer freigeistiger Adliger.