Karin Jurschick
Director
Karin Jurschick, geboren am 17. Oktober 1959 in Essen, ist eine renommierte deutsche Dokumentarfilmerin, Autorin, Kamerafrau und Professorin für Dokumentarfilm an der HFF München. Nach ihrem Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften sowie Germanistik und Geschichte an der Universität Köln war sie zwischen 1990 und 1994 Kulturredakteurin der "Stadtrevue Köln" und arbeitete anschließend als freie Hörfunk- und Fernsehautorin für den WDR. 1984 gehörte sie zu den Gründerinnen des Internationalen Frauenfilmfestivals "Feminale" in Köln, das sie über 14 Jahre organisatorisch begleitete. Seit 2000 realisiert sie eigenständige Dokumentarfilme. Ihr Debüt DANACH HÄTTE ES SCHÖN SEIN MÜSSEN (2000) beleuchtet den Selbstmord ihrer Mutter und erhielt viele Auszeichnungen, u.a. FIPRESCI Award auf der Berlinale und den Best-First-Documentary-Award beim Hot Docs Festival in Toronto. Es folgten gesellschaftskritische Werke wie DIE HELFER UND DIE FRAUEN (2003), ausgezeichnet mit dem Arte-Dokumentarfilmpreis und dem Adolf-Grimme-Preis 2004. Ihr Film "Die Wolke – Tschernobyl und die Folgen" (2011) wurde erneut für den Grimme-Preis nominiert. Dokumentationen wie "Nach dem Mord an Theo van Gogh" (2005) und "Nicht mehr" (2006) wurden ebenso vielfach auf Festivals präsentiert. Zu ihren jüngsten Kinoprojekten zählen "Der Weiße Raum" (2015), eine Visual-Essay-Dokumentation mit lobender Erwähnung beim Visions du Réel Festival, sowie "Krieg & Spiele" (2016), eine Auseinandersetzung mit Drohnenkrieg, die ihre Festivalpremiere auf dem Filmfest Emden hatte. Neben ihrer Filmkarriere wirkt sie als Hochschulprofessorin und lehrt seit 2017 an der HFF München.
Films on Sooner
Zertifikat Deutsch

2009
90 mins
Documentary, Independent
Die Doku von Karin Jurschick beobachtet über einen längeren Zeitraum einen Deutschkurs für Migranten aus Drittstaaten.
Danach hätte es schön sein müssen

2000
73 mins
Documentary, Classics
Karin Jurschick untersucht die Gründe für den Selbstmord ihrer verstorbenen Mutter.