Luis Trenker
Actor
Luis Trenker war ein südtiroler Schauspieler, Regisseur und Autor, der als prägende Figur des Bergfilms in die Filmgeschichte einging. Seine Karriere begann in den 1920er-Jahren, als er mit spektakulären Naturaufnahmen und dramatischen Stoffen erste Bekanntheit erlangte. 1927 spielte er in DER GROßE SPRUNG unter der Regie von Arnold Fanck die Rolle des Toni, eines Bergbewohners, der in eine Dreiecksbeziehung verwickelt ist. Der Film gilt als klassischer Berg- und Sportfilm der Stummfilmzeit und brachte Trenker einem breiten Publikum nahe. Seine Zusammenarbeit mit Arnold Fanck setzte er 1928 in „Kampf ums Matterhorn“ fort, bei dem Trenker eine Hauptrolle übernahm. 1931 folgte „Berge in Flammen“ (Regie Karl Hartl und Luis Trenker), in dem er erstmals auch als Co-Regisseur tätig war. In „Der Rebell“ (1932, Regie Luis Trenker) stellte er seine Doppelrolle als Schauspieler und Filmemacher erneut unter Beweis. Weitere wichtige Werke dieser Zeit sind „Der verlorene Sohn“ (1934, Regie Luis Trenker) und „Der Kaiser von Kalifornien“ (1936, Regie Luis Trenker), die ihn als Regisseur international bekannt machten. 1937 inszenierte er „Condottieri“ und spielte im selben Jahr im Bergfilm „Der Berg ruft“ (1937, Regie Luis Trenker) eine zentrale Rolle. Auch „Liebesbriefe aus dem Engadin“ (1938, Regie Luis Trenker) gehört zu seinen viel beachteten Arbeiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte er seine Karriere mit Filmen wie „Escape to the Dolomites“ (1955, Regie Luis Trenker) fort und war auch im Fernsehen präsent. Besonders populär wurden seine Serien „Luis Trenker erzählt“ (1966) und „Berge und Geschichten“ (1971–1973), in denen er Erlebnisse und Geschichten aus den Alpen vermittelte. Damit prägte er auch das frühe deutsche Fernsehen. Für seine Verdienste erhielt Trenker zahlreiche Ehrungen, darunter 1965 das Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.
Films on Sooner
Der große Sprung

1927
112 mins
Classics
Packende Bergbilder als Vorahnung: ein Regisseur, der erst widersteht und schließlich im NS-System zerbricht.