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Margit Carstensen

Actor
Margit Carstensen zählt zu den markantesten Gesichtern des deutschen Films der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ihre Karriere ist eng mit prägenden Rollen im Werk von Rainer Werner Fassbinder verbunden, wodurch sie früh eine unverkennbare Position innerhalb des europäischen Autorenkinos einnahm. Ihr Spiel zeichnet sich durch eine Mischung aus emotionaler Präzision und starker Bühnenpräsenz aus, was ihr sowohl im Film als auch im Theater hohe Anerkennung einbrachte. Zu ihren Filmauftritten gehört 100 JAHRE ADOLF HITLER aus dem Jahr 1989 unter der Regie von Christoph Schlingensief. Das experimentelle Projekt zeigt sie in einem radikal inszenierten Ensemblefilm, der die letzten Stunden im Führerbunker in expressiver Form darstellt und bis heute als eine der kontroversen Arbeiten des deutschen Underground-Kinos gilt. Ihr filmisches Profil ist zudem durch zentrale Rollen in bedeutenden Fassbinder-Produktionen geprägt. Dazu zählen Die bitteren Tränen der Petra von Kant aus dem Jahr 1972, ein international beachteter Film, in dem sie die Hauptrolle übernahm. Ebenfalls belegt sind ihre Auftritte in Martha aus dem Jahr 1974 sowie in Mutter Küsters Fahrt zum Himmel von 1975. Mit Chinesisches Roulette aus dem Jahr 1976 war sie erneut Teil eines Films, der Fassbinders spezifische Handschrift der psychologischen Zuspitzung verkörpert. Auch in Angst vor der Angst aus dem Jahr 1975 spielte sie eine wesentliche Rolle und erweiterte ihr Spektrum innerhalb des zeitgenössischen deutschen Fernsehens. Mit diesen Arbeiten formte Margit Carstensen über Jahrzehnte eine Filmografie, die zu den einflussreichsten innerhalb der deutschen Nachkriegskultur gehört. Ihre Mitwirkungen in filmhistorisch bedeutenden Werken haben sie zu einer prägenden Vertreterin eines radikal erzählten, modernen Autorenkinos gemacht.

Filme

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