Mario Adorf

Actor

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Mario Adorf, 1930 in Zürich geboren und in Mayen aufgewachsen, zählt zu den bedeutendsten deutschen Schauspielern seiner Generation. Seine Karriere begann Ende der 1950er Jahre, als er durch die Rolle des Triebtäters in „Nachts, wenn der Teufel kam“ (1957, Regie Robert Siodmak) bekannt wurde. In den folgenden Jahrzehnten prägte er das europäische Kino mit eindrucksvollen Charakterdarstellungen. Zu seinen populärsten Filmen zählen „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1975, Regie Volker Schlöndorff und Margarethe von Trotta), „Kir Royal“ (1986, Regie Helmut Dietl) und „Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief“ (1997, Regie Helmut Dietl). Auch international machte er sich einen Namen, unter anderem in „Der Name der Rose“ (1986, Regie Jean-Jacques Annaud) und „Smilla’s Sense of Snow“ (1997, Regie Bille August). Besondere Aufmerksamkeit erhielt Adorf durch seine Rolle in DEADLOCK (1970, Regie Roland Klick), einem ungewöhnlichen Mix aus Western und Psychodrama, in dem er die Figur Charles Dump verkörperte. Der Film gilt heute als Kultklassiker des Neuen Deutschen Kinos und festigte Adorfs Ruf als Schauspieler mit außergewöhnlicher Präsenz. Im Laufe seiner Karriere wirkte er in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit, darunter auch Serien wie „Der große Bellheim“ (1993, Regie Dieter Wedel), die ihm große Popularität beim Fernsehpublikum verschafften. Seine Vielseitigkeit zeigte er sowohl in ernsten Dramen als auch in humorvollen Rollen, wodurch er über Jahrzehnte hinweg ein breites Publikum erreichte. Für sein Schaffen erhielt Mario Adorf zahlreiche Auszeichnungen. Er wurde unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis, der Goldenen Kamera, dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bambi geehrt. Darüber hinaus wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen, was seine Bedeutung weit über die Schauspielkunst hinaus dokumentiert.

Films on Sooner

  • Deadlock

    1970

    89 mins

    Classics

    Roland Klicks DEADLOCK zeigt, was der deutsche Film ohne geförderte Nabelschau und L'art pour l'art hätte werden können - mit Mario Adorf.