Paul Hamy

Actor

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Paul Hamy ist ein französischer Schauspieler, der sich mit seiner intensiven Leinwandpräsenz und seiner Offenheit für ungewöhnliche Rollen einen festen Platz im europäischen Autorenkino gesichert hat. Geboren 1982 in Frankreich, begann er seine Karriere zunächst als Model, bevor er sich dem Film zuwandte und schnell mit charismatischen und oft ambivalenten Figuren auf sich aufmerksam machte. In DESPITE THE NIGHT (2015, Regie: Philippe Grandrieux) verkörpert Hamy einen Mann, der in einer düsteren Pariser Nacht zwischen Leidenschaft, Verlust und Identitätssuche gefangen ist. Der Film, der für seine radikale Bildsprache und emotionale Tiefe bekannt ist, zeigte Hamys Fähigkeit, extreme Emotionen mit subtiler Körperlichkeit zu verbinden. In JESSICA FOREVER (2018, Regie: Caroline Poggi und Jonathan Vinel) spielt er einen der Beschützer einer Gruppe von Jugendlichen, die in einer postapokalyptischen Welt Zuflucht suchen. Seine Darstellung betont die Verletzlichkeit hinter der physischen Stärke – ein wiederkehrendes Motiv in seinem Schaffen. Zu seinen weiteren bekannten Arbeiten zählen Der Fremde am See (2013, Regie: Alain Guiraudie), in dem er als geheimnisvoller Fremder in einem erotischen Thriller brillierte, und Suzanne (2013, Regie: Katell Quillévéré), der ihm eine Nominierung für den César als vielversprechendster Nachwuchsdarsteller einbrachte. Auch in Der Ornithologe (2016, Regie: João Pedro Rodrigues) überzeugte er in der Hauptrolle eines Mannes auf spiritueller Reise durch die Wildnis – ein Film, der auf internationalen Festivals gefeiert wurde. Paul Hamy steht exemplarisch für das moderne französische Kino: mutig, experimentell und tief emotional. Seine Filmografie verbindet künstlerische Risikobereitschaft mit einer bemerkenswerten Vielseitigkeit, die ihn zu einem der spannendsten Charakterdarsteller seiner Generation macht.

Films on Sooner

  • Jessica Forever

    2018

    97 mins

    Drama, Sci-Fi & Fantasy

    Das Filmdebüt des französischen Duos Caroline Poggi und Jonathan Vinel polarisierte das Festivalpublikum und lies die Kritiker*innen uneins zurück.

  • Despite the Night

    2015

    156 mins

    Love & Sex

    In diesem Albtraum von einem Film lotet Ariane Labed Begehren und Lust in extremis aus – und überschreitet dabei die äußersten Grenzen der Sexualität.

  • Occidental

    2018

    74 mins

    Drama, Queer, Romance

    Ein visuell und klanglich auffälliges Ensemblestück, dass in ein im Chaos versinkendes Pariser Vorort-Hotel spielt.