Paul Morrissey
Actor
Director
Paul Morrissey war ein amerikanischer Filmregisseur und eine prägende Figur des Independent- und Underground-Kinos. Er studierte Literatur und arbeitete zunächst in anderen Berufen, bevor er in den 1960er-Jahren eigene Kurzfilme drehte. Über Gerard Malanga lernte er Andy Warhol kennen und wurde bald zu einem der zentralen Köpfe von Warhols „Factory“, wo er Produktion und Öffentlichkeitsarbeit leitete und erste große Filmarbeiten realisierte. Berühmt wurde Morrissey mit Filmen wie Flesh (1968), Trash (1970) und Heat (1972), die das Leben von Außenseitern und gesellschaftlichen Randfiguren schonungslos, aber zugleich empathisch ins Bild setzten. Später drehte er auch Werke wie Flesh for Frankenstein (1973), Blood for Dracula (1974), Forty Deuce (1982), Mixed Blood (1984) und Spike of Bensonhurst (1988). Seine Filme sind geprägt von einer Mischung aus provokanter Offenheit, ironischem Spiel mit Genrekonventionen und klassischem Erzählkino. Morrissey verstand sich als eigenständiger Künstler, auch wenn sein Name eng mit der Factory und Warhols Umfeld verbunden blieb. Mit seinem unverwechselbaren Stil, der zwischen Underground-Ästhetik und narrativem Kino oszillierte, gilt er bis heute als eine der prägenden Stimmen des amerikanischen Independent-Films.
Films on Sooner
Veruschka – Die Inszenierung (m)eines Körpers

2005
52 mins
Biography, Documentary
Unter dem Pseudonym „Veruschka“ wurde Vera von Lehndorff zum ersten international anerkannten Supermodel aus Deutschland.