Philippe Grandrieux
Director
Philippe Grandrieux ist ein französischer Filmemacher, der für seine kompromisslose Bildsprache und seine intensive filmische Ästhetik bekannt ist. Er begann seine Karriere mit dokumentarischen und experimentellen Arbeiten, bevor er mit seinen Spielfilmen internationale Aufmerksamkeit erlangte. Sein Werk bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst, Kino und Philosophie und untersucht Themen wie Gewalt, Körperlichkeit und emotionale Grenzerfahrungen auf radikal visuelle Weise. Mit DESPITE THE NIGHT aus dem Jahr 2015 schuf Grandrieux ein Werk, das seine filmische Handschrift auf eindrucksvolle Weise fortführt. Der Film wurde von Kritikern als visuell herausforderndes und zutiefst atmosphärisches Werk beschrieben. Er feierte unter anderem beim Toronto International Film Festival Premiere und wurde auch auf weiteren europäischen Festivals gezeigt. In dem Drama mit Kristian Marr und Roxane Mesquida entfaltet Grandrieux ein komplexes Spiel aus Licht, Dunkelheit und Begehren – ein Markenzeichen seines filmischen Stils. Bereits mit früheren Filmen wie Sombre (1998) und La Vie nouvelle (2002) hatte er sich als wichtiger Vertreter des modernen französischen Autorenkinos etabliert. Auch mit White Epilepsy (2012) setzte er seine Erkundung des menschlichen Körpers und der Wahrnehmung fort. Diese Werke zeichnen sich durch ihre experimentelle Struktur und ihre kompromisslose visuelle Umsetzung aus, die Grandrieux zu einem der eigenwilligsten Regisseure seiner Generation machen. Seine Arbeiten wurden mehrfach auf renommierten Festivals präsentiert, darunter in Locarno, Toronto und Rotterdam. Grandrieux bleibt bis heute ein Filmemacher, der konsequent die Grenzen des filmischen Ausdrucks hinterfragt und das Kino als existenzielle Erfahrung begreift.
Films on Sooner
Despite the Night

2015
156 mins
Love & Sex
In diesem Albtraum von einem Film lotet Ariane Labed Begehren und Lust in extremis aus – und überschreitet dabei die äußersten Grenzen der Sexualität.