Diahann Carroll
Actor
Diahann Carroll wurde am 17. Juli 1935 in der Bronx, New York City, geboren und verstarb am 4. Oktober 2019 in Los Angeles. Als US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin etablierte sie sich mit den Filmen Carmen Jones (1954, Regie: Otto Preminger) und Porgy und Bess (1959, Regie: Otto Preminger), die wegweisend für afroamerikanische Darstellerinnen waren. Carroll erhielt 1962 als erste afroamerikanische Frau den Tony Award für ihre Hauptrolle im Musical No Strings. Ihre bekannteste Fernsehrolle spielte sie von 1968 bis 1971 als Julia Baker in der Serie Julia (Regie: Hal Kanter), für die sie 1969 mit einem Golden Globe Award ausgezeichnet wurde. 1974 folgte Claudine (Regie: John Berry), für den sie 1975 eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin erhielt. Von 1984 bis 1987 war Carroll als Dominique Deveraux in Der Denver-Clan (Regie: verschiedene, u.a. Esther Shapiro) und im Spin-Off Die Colbys zu sehen und wurde mehrfach für einen Emmy nominiert. Weitere Rollen spielte sie zum Beispiel in Paris Blues (1961, Regie: Martin Ritt), The Five Heartbeats (1991, Regie: Robert Townsend), Eve’s Bayou (1997, Regie: Kasi Lemmons) und in der Serie Grey’s Anatomy (2006-2007). Von 2009 bis 2014 übernahm sie die Rolle der June in White Collar. Carroll wirkte auch im Musikdokumentarfilm SING YOUR SONG (2011, Regie: Susanne Rostock) mit. Ihr künstlerisches Werk wurde mit zahlreichen weiteren Preisen und Nominierungen gewürdigt, darunter Emmy-Nominierungen (u.a. 1969, 1989, 2008) und ein Daytime Emmy (1999). Diahann Carroll gilt als internationale Pionierin in Film, Fernsehen und Theater und beeinflusste nachweislich die Repräsentation afroamerikanischer Frauen in den Medien.