Elfi Mikesch

Director

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Elfi Mikesch ist eine österreichische Regisseurin, Kamerafrau, Fotografin und Drehbuchautorin. Sie wurde in Judenburg in der Steiermark geboren und zählt zu den prägenden Stimmen des deutschsprachigen Autoren- und Avantgardekinos. Nach einer Ausbildung in Fotografie arbeitete sie zunächst als Fotografin und wechselte in den 1970er-Jahren zum Film, wo sie sich als Kamerafrau und Regisseurin zugleich einen Namen machte. Ihre Karriere ist eng mit der Berliner Film- und Kunstszene verbunden, in der sie seit den 1970er-Jahren tätig ist. Mikesch arbeitete häufig mit Rosa von Praunheim und Werner Schroeter zusammen und schuf sowohl als Kamerafrau als auch als Regisseurin stilistisch eigenständige Werke, die durch experimentelle Formen, sinnliche Bildsprache und einen klaren, oft queeren Blick auf Identität, Körper und Gesellschaft geprägt sind. Als Regisseurin drehte sie Filme wie Ich denke oft an Hawaii (1978), Verführung: Die grausame Frau (1985, Co-Regie mit Monika Treut), Was soll’n wir denn machen ohne den Tod (1998), Fieber (2010) und Freak Orlando (Kamera, 1981). Mit Krieg oder Frieden (2024) legte sie ein spätes, kraftvolles Werk vor, das sich mit den Auswirkungen von Krieg, Erinnerung und Zivilgesellschaft auseinandersetzt und einmal mehr ihre visuell-poetische Handschrift zeigt. Elfi Mikesch erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Deutschen Kamerapreis und den Teddy Award der Berlinale für ihr Lebenswerk. Ihr Werk zeichnet sich durch einen unverwechselbaren Stil aus, der Grenzen zwischen Dokumentarischem und Fiktion, zwischen Körperlichkeit und politischem Ausdruck auflöst. Sie gilt als eine der wichtigsten Pionierinnen des feministischen und queeren Films in Europa.

Films on Sooner

  • Krieg oder Frieden

    2024

    86 mins

    Documentary, Independent

    Ein ehemaliger Militärstandort soll zum Friedenscampus werden. Visionär Ekhart Hahn kämpft für Wandel, Ökologie und ein Ende kriegerischer Denkmuster.