Johannes Wieke

Actor

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Johannes Wieke (1923 bis 1987) war ein deutscher Schauspieler, dessen Gesicht eng mit dem Kino und Fernsehen der DDR verbunden ist. Nach Bühnenarbeit wurde er ab den 1960er Jahren zu einem festen Bestandteil des DEFA Ensembles. Wieke spielte häufig prägnante Nebenfiguren und Autoritätspersonen, die er mit ruhiger Klarheit und realistischer Erdung ausstattete. Damit passte er ideal in Filme, die gesellschaftliche Konflikte oder historische Brüche ohne Pathos zeigen wollten. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählt SPUR DER STEINE (1966, Regie Frank Beyer). Als Hermann Jansen ist Wieke Teil der markanten Milieustudie auf einer Großbaustelle und trägt zur dichten, konfliktreichen Atmosphäre des Films bei. Auch LÜTZOWER (1972, Regie Werner W. Wallroth) gehört zu seinen zentralen Rollen: Als Oberleutnant Röder steht er in einem Kriegsstoff für Figuren, die zwischen Pflicht und menschlichen Zwischentönen angelegt sind. Beide Filme zeigen Wiens Fähigkeit, mit wenigen Szenen eine starke Wirkung zu erzielen. Darüber hinaus war er in weiteren DEFA Produktionen präsent, die sein Profil als vielseitiger Charakterdarsteller abrunden. In „Nackt unter Wölfen“ (1963) und „Ich war neunzehn“ (1968) wirkte er in Filmen mit klarer historischer Perspektive mit. Weitere belegte Kinotitel sind „Verdacht auf einen Toten“ (1968), „Die gestohlene Schlacht“ (1971), „Der Hasenhüter“ (1977), „Schneeweißchen und Rosenrot“ (1979), „Die Verlobte“ (1980) und „Taubenjule“ (1982). Parallel dazu blieb Wieke im Fernsehen sichtbar, unter anderem in Reihen wie „Polizeiruf 110“, „Der Staatsanwalt hat das Wort“ und „Geschichten übern Gartenzaun“. So steht Johannes Wieke für eine lange, verlässliche Laufbahn, die das Bild des DDR Films und Fernsehens über Jahrzehnte mitprägte.

Films on Sooner

  • Spur der Steine

    1966

    132 mins

    Classics

    Auf einer ostdeutschen Baustelle herrschen schlechte Planung und Engpässe. Vorarbeiter Hannes Balla wendet unkonventionelle Methoden an.

  • Lützower

    1972

    88 mins

    Classics