Reinhard Michalke
Actor
Reinhard Michalke (*12. Juni 1934 in Gleiwitz, †17. Dezember 2001 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler, der vor allem im DEFA-Film und im DDR-Fernsehen ein vielseitiges Werk hinterließ. Nach seiner Ausbildung in Berlin begann er zunächst am Theater, bevor er ab Ende der 1950er-Jahre regelmäßig für Kino und Fernsehen arbeitete. Seinen größten Bekanntheitsgrad erlangte er durch die Rolle des Hans im Märchenfilm DAS ZAUBERMÄNNCHEN (1960, Regie Erich Engel). Diese DEFA-Produktion, basierend auf einem Grimm-Märchen, wurde zu einem Klassiker und machte Michalke bei jungen wie älteren Zuschauern bekannt. Darüber hinaus wirkte er in zahlreichen weiteren Filmen mit, darunter Das Lied der Matrosen (1958, Regie Kurt Maetzig und Günter Reisch), Das Leben beginnt (1960, Regie Heiner Carow) und Auf der Sonnenseite (1962, Regie Ralf Kirsten). Später spielte er unter anderem in Verflixte Bande (1964, Regie Hans Heinrich) und Karlemanns Brücke (1975, Regie Wolfgang Luderer). Auch im Fernsehen war Michalke stark präsent. Er übernahm Rollen in Der Staatsanwalt hat das Wort, wo er in mehreren Folgen wie Der Fall Valentin Erbsand (1971) oder Verurteilt auf Bewährung (1973) auftrat. Dazu kamen Einsätze in der Krimireihe Polizeiruf 110, zum Beispiel Ein Fall ohne Zeugen (1975, Regie Helmut Krätzig) und Bitte zahlen (1976, Regie Hans-Joachim Hildebrandt). Beliebt war er außerdem in der Serie Rentner haben niemals Zeit (1978–1979). Seine letzten Arbeiten umfassten unter anderem die Serie Der Sohn des Schützen (1985, Regie Hans Knötzsch) und die Sprechrolle in Die Spur führt zum Silbersee (1990).
Films on Sooner
Das Zaubermännchen

1960
72 mins
Kids & Family
Der in der DDR entstandene DEFA-Film ist eine Adaption des Grimm'schen Märchens Rumpelstilzchen nach der Inszenierung des Hans Otto Theaters Potsdam.