36. Internationales Kurzfilmfestival Berlin 2020

Online Programm präsentiert von SOONER. Das Interfilm Festival 2020 findet online statt: 32 Festivalprogramme können vom 11. November bis 13. Dezember im deutschsprachigem Raum hier bei SOONER geschaut werden. Viel Vergnügen!

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23.11.2020 – 29.11.2020

Deutscher Wettbewerb 01: Stadt

Vom Menschen konstruiert wirken Städte auf ihn zurück und werden zu Orten gegensätzlicher Strömungen. Sie sind Orte des Aufgehens in der Masse und der Individualisierung, der Aussicht auf Erfolg und zugleich einer neuen Sozialen Frage, illuminierte Skylines und hektischer Asphaltdschungel. Ob Vorfälle hinter verschlossener Tür oder das Leben auf der Straße, in der Stadt bleibt vieles den Blicken verborgen. Über die Kulisse hinaus verkörpert die Stadt im Film die inneren Bewegungen der Figuren. Auf anfängliche Hochgefühle folgt Entfremdung. Entweder sie fügen sich den immerwährenden Zyklen der urbanen Getriebe, oder sie gehen in ihnen unter.

Ihr wählt den Gewinner! Es laufen Mad Mieter, Plume, L’Hot Dog Misanthropique, Nacht über Kepler 452b, Fantasmia, Nach mir die Sintflut und Wochenbett.

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Deutscher Wettbewerb 02: Land

Das Leben auf dem Land wird mit Freiheit und Entschleunigung assoziiert, leere Landschaften mit unbegrenztem Spielraum. Doch das endlose Flachland steht auch für Kargheit, Entleerung für Landflucht. Und wo die Zeit stehengeblieben scheint, herrschen alte Bräuche vor, die umso einengender werden, umso weitläufiger die Prärie ist. Wenn der Film aufs Land blickt, dann ist das zeitgleich ein Blick zurück in die Zeit und ein Versuch, wieder Bewegung ins Spiel zu bringen. Am Ende des Programms stimmt ihr über euren Favoriten ab!

Im Wettbewerb konkurrieren Favoriten, Altötting, Morin Khuur, In den Binsen und For Reasons Unknown um eure Gunst.

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Deutscher Wettbewerb 03: Fluss

Flüsse sind natürliche Grenzen und trotz steter Bewegung Zufluchtsorte. Zwar birgt der Strom Gefahren, trotzdem ist die Versuchung groß, sich von seiner unaufhaltsamen Vorwärtsbewegung mitreißen zu lassen. Scheint der Fluss in seinem Bett zu mäandern und der Verlauf unabänderlich, tritt er im nächsten Moment über die Ufer, lässt die Grenze verschwimmen, entzieht sich der Beherrschbarkeit und entwickelt Kräfte, die alles mit sich reißen. So symbolisiert er unser Verlangen nach Veränderung, das Bedürfnis aus der vorgegebenen Bahn auszubrechen und in unerschlossene Gebiete vorzupreschen.

Wem gelingt das am besten? Ihr entscheidet zwischen Pandora, Fließende Grenze, How My Grandmother Became a Chair, Haus Kummerveldt, Hier oben, bei den weißen Göttern und Waiting for Harold.

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Dokumentarfilmwettbewerb 01: Home:Unknown

Man war auf dem Bahnhof an Massen gewöhnt, nun gewöhnt man sich an die Leere. Andernorts werden Bäume abgeholzt, um Platz zu schaffen für den Verkauf billiger Kleidung aus China. Das mühselige Einrichten in der Fremde, die manchmal auch die eigene Heimat sein kann, und die Überforderung mit der stetigen Veränderung sind wie das Primat der Arbeit zu Leitmotiven der vergangenen Jahre geworden oder begleiten unsere Alltagserfahrung schon länger. Doch alles, was das moderne Leben bestimmt und mancherorts gar als naturgegeben gilt, existiert weniger als 200 Jahre und ist damit nicht unabänderlich.

Im ersten Dokumentarfilmwettbewerb zeigen wir Doma Kak Doma (Home is Home), Revolykus, En Rang Par Deux, 1 a.m. in Hong Kong, Ural, Kdo se se mnou zatočí (Forget Me Not) und Mein rumänisches Tagebuch.

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Dokumentarfilmwettbewerb 02: Body Politics

Die Körper der Frauen gehören den Männern, die der Männer dem Staat und allesamt dem Kommerz. Über Jahrhunderte hinweg hat sich ein Machtgefüge ergeben, das jedem klare Rollen zuweist. In der modernen Gesellschaft laufen Aufwertung und Entkörperlichung parallel. Seine physische Kraft wird weniger benötigt, stattdessen ist er Visitenkarte, Statussymbol und hat sinnstiftende Funktionen in einer von Bildern beherrschten Welt. In den Individualisierungsprozessen ist er zugleich Instrument für Protest und Ausdruck einer Verweigerung dieses Status Quo.

Wir präsentieren Anna Konda – Female Fight Club Berlin, Waves, Der Schornsteinsegler, Dafa Metti (Difficult), All Her Dying Lovers, Diana – The Only Female Professional Boxer in Uganda, Carne (Flesh), Kachalka, Just a Guy und Proteste! (Protest!).

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Green Film - Umweltfilmwettbewerb: Breathe!

Dürre, Entwaldung, aussterbende Tierarten, Ressourcenmangel, Luft- und Wasserverschmutzung: Umweltbedrohungen sind weit gestreut und nehmen die unterschiedlichsten Formen an. So sehr sie ein globales Phänomen darstellen, ihre Auswirkungen werden zunächst auf lokaler Ebene spürbar. Ihre Mehrung und weltweite Tragweite wird uns deshalb selten bewusst. Indem Filmemacher*innen die Umstände vor Ort dokumentieren, setzen sie lokal und global in einen Zusammenhang, um den Raum des Handelns zu öffnen.

Der diesjährige Umweltfilmwettbewerb umfasst Apocalypse Airlines, Machini, Breathe!, Plasticnic, Le Silence de la rue, Human Nature, Where we used to swim, Dry Sea, Pas Totalement Par Hasard (Total), Sad Beauty, Rutina: La Prohibición (Routine: The Prohibition), Rewild sowie 400 Mph.

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Eject XXIII - Die lange Nacht des abwegigen Films

EJECT ist nicht umsonst „abwegig“, denn so ziemlich alles hier ist ein wenig daneben – das Dschungelcamp der Filme quasi. Abgestimmt wird auch. Und wer dem Druck der Zuschauer*innen nicht standhält, der fliegt. Also lasst euch aus der Fata Morgana der Gemütlichkeit herauskatapultieren und hinein in den Orbit des Irrsinns!

Im unerbittlichen Kampf um eure Stimme rivalisieren Below, Le Mangeur d’orgues (The Organ Eater), Smokers, X.Y.U., Apocalypse Airlines, Dog’s Life, Coche (Flip), Jack, Mega Sexy Robot Dinosaur, Wally Wenda, 유령들 (Ghosts), Love Me, Gum Gum, Oh Say Can You See?, Human Nature, Ganbare!Yonpeekun (Good Luck Yonpey), Sin Filtro (No Filter), Speed, Arg irre (The Path of Wrath), Everything Is Going To Be OK, Little Miss Fate und MeTube: August sings ‘Una furtiva lagrima’.

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European Short Film Audience Award 01

Wenigstens Kurzfilme können in Corona-Zeiten noch auf große Europa-Tournee gehen! Bei einem von zehn miteinander kooperierenden Festivals Clermont-Ferrand (Frankreich), Encounters (Großbritannien), Go Short (Niederlande), Curtas Vila do Conde (Portugal), interfilm Berlin (Deutschland), Alcine (Spanien), Short Waves (Polen), BSFF (Belgien), Tampere (Finnland) und Wiz-Art (Ukraine) wurden sie jeweils mit dem nationalen Publikumspreis ausgezeichnet. Jetzt laufen sie bei diesen Festivals in einem Wettbewerb in 2 Blöcken und buhlen um die Gunst von über 500 Millionen Europäer*innen.

Eure Stimme zählt! Zur Auswahl stehen Norteños, To Teach a Bird to Fly, Revolvo, Mind My Mind und Une sœur [A sister].

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European Short Film Audience Award 02

Wenigstens Kurzfilme können in Corona-Zeiten noch auf große Europa-Tournee gehen! Bei einem von zehn miteinander kooperierenden Festivals Clermont-Ferrand (Frankreich), Encounters (Großbritannien), Go Short (Niederlande), Curtas Vila do Conde (Portugal), interfilm Berlin (Deutschland), Alcine (Spanien), Short Waves (Polen), BSFF (Belgien), Tampere (Finnland), Wiz-Art (Ukraine) wurden sie jeweils mit dem nationalen Publikumspreis ausgezeichnet. Jetzt laufen sie bei diesen Festivals in einem Wettbewerb in 2 Blöcken und buhlen um die Gunst von über 500 Millionen Europäer*innen.

Ihr habt die Wahl! Mémorable, Manolo Montesco y Carmela Capuleto, Plus one und Les extraordinaires mésaventures de la jeune fille de pierre (The Marvelous Misadventures of the Stone Lady) treten gegeneinander an.

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30.11.2020 – 06.12.2020

Internationaler Wettbewerb 01: Animated 1 - Exploding Images

Die Animationskunst ist älter als das Kino selbst und verkörpert doch seine Essenz: Aus Stillstand Bewegung schaffen und dabei etwas zum Leben erwecken. Während skeptische Stimmen dem Animationsfilm oft vorgeworfen haben, keine Wirklichkeit abzubilden, erlaubt ihm gerade die Abstraktion, sich grundlegenden Problematiken unseres Daseins zuzuwenden. Der Bildgestaltung sind keine Grenzen gesetzt. So widmet er sich Fragen über die Natur unseres Lebensumfelds, unseres Zusammenlebens, von Bewegung überhaupt und bildet ab, was die Filmkamera nicht einfangen kann.

Das und mehr zeigen Η γυναίκα με τους παπαγάλους (The Parrot Lady), Ihr, The Edge, Marie Boudin, Awkward, El Intronauta, Above Things, Un Cœur d’Or (Heart of Gold), Freeze Frame, The Last Day und Gorilla in the Washing Machine.

Internationaler Wettbewerb 02: Animated 2 - Weird Worlds

Die grundsätzliche formale Offenheit und damit Wandelbarkeit des Animationsfilms begünstigt den freien Fluss der Bilder wie kaum eine andere Gattung des Films: Seine Suchbewegungen führen zu unerwarteten Exkursen in unsere Innenwelt. Das Eintauchen in die tiefen Abgründe unseres persönlichen Innenlebens ermöglicht eine Konfrontation mit jenen Ängsten und unterdrückten Kräften, die unsere Perspektive auf die Außenwelt in expressionistischer Manier prägen und verändern.

Das stellen Sh_t Happens, Candela, Carrousel, A Mãe de Sangue (A Mind Sang), Dcera (Daughter), L‘infinito (Infinity), Tiivad (The Wings), Pulsion (Drive) und We hope you won‘t need to come back unter Beweis.

Internationaler Wettbewerb 03: Encounters of Another Kind

Immer wenn sich in einen festgefahrenen Alltag etwas Unerwartetes, Skurriles oder Absurdes einschleicht, führt das unweigerlich zu einem Bruch, oft begleitet durch Situationskomik und Lacher. Das Abweichen vom vorgegebenen Ablauf bringt ein Irritationsmoment, das nicht nur komische Zusammenstöße heraufbeschwört, sondern ein befreiendes Potenzial in sich birgt. Der Einbruch des Ungeahnten eröffnet einen neuen Raum, der den Ausbruch aus den Alltagstrukturen ermöglicht.

In diesem Wettbewerbsprogramm zeigen wir Jag är pedofil (I‘m a pedophile), Night Session, El Toscadiscos (Turntable), Migrations, Da Yie (Good Night), Vigile (Citizen Patrol) und Kanya.

Internationaler Wettbewerb 04: Staying Alive

Ob auf Straße, der Arbeit oder innerhalb der Familie: In unserer Gesellschaft sind wir tagtäglich Machtstrukturen ausgesetzt. Fügen sich die meisten diesen Ordnungen, brennt bei anderen die Sicherung durch, einzelne schlüpfen durch die Maschen oder widersetzen sich. Doch wie weit würde der Mensch gehen, um sich zu behaupten? Auf den eigenen Überlebensinstinkt zurückgeworfen reagieren alle unberechenbar.

Genauso unberechenbar erweisen sich auch die Filme: Skin, Souvenir Souvenir, Emi, In This Land We‘re Briefly Ghosts, Figurant, Essere umani (Being human) und All Inclusive.

Internationaler Wettbewerb 05: Sex and Confusion

Kaum ein Motiv durchzieht die Filmgeschichte so sehr wie die Liebe. Immer wieder wird die Liebe auf den ersten Blick, das Entfachen der Flamme und das Zusammenfinden eines Paars erzählt. Alles jenseits von konventionellen Paarstrukturen und Praktiken bleibt allzu oft aus. Dabei gehen Beziehungen und Sexleben genauso mit Machtgefügen wie mit Kummer, Schmerz, Enttäuschung und Eifersucht einher. Viele zerbrechen an ihrem Verhältnis zum Gegenüber. Doch der Schlüssel zur persönlichen Erfüllung liegt bei der eigenen Person.

Dieses Gefüge erkunden auch Un Jour Bien Ordinaire (An Ordinary Day), Zwart (Black), The Birth of Valerie Venus, Extra Safe, End-O, Pussy Boo, Symbiosis und Grab Them.

Internationaler Wettbewerb 06: Exit Strategies

Je sicherer und reicher eine Gesellschaft, umso ängstlicher ist sie. Ängste machen sich breit, real und gefühlt. Vieles davon hat mit Vereinzelungsstrategien neoliberaler Politik, der Steigerung von Konkurrenzfähigkeit und der (scheinbaren) Krisenhaftigkeit der Welt zu tun. Was Angst auslöst und ob sie gerechtfertigt ist, erweist sich als vielschichtig, widersprüchlich und zum Teil auch rätselhaft. Doch die diffuse Angst schlägt mehr und mehr um in Hass und Gewalt. Wie dem zu begegnen ist, ist die große Aufgabe, der sich Gesellschaften im 21. Jahrhundert stellen müssen. Und es genügt ein Virus, um diese Thematik ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

Lupaa ettet muutu (Promise me you won‘t change), Carmen, Hate, Emtehan (Exam), Time o‘ the Signs und Hizia beleuchten Ängste unserer Zeit.

Internationaler Wettbewerb 07: Curiosities

In andere Welten nicht nur einzutauchen, sondern das Unsichtbare überhaupt erst sichtbar zu machen, ist seit jeher eine der zentralen Funktionen der Kunst und des Filmes im Speziellen. In der Gegenüberstellung des Gewohnten mit dem Fremden offenbaren sich zudem verborgene Sehnsüchte. Doch nicht immer ist die Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Anderen gewünscht, denn es zwingt einen, bekanntes Terrain zu verlassen und sich der Unsicherheit auszuliefern.

Dazu müsst ihr für das folgende Programm bereit sein: My galactic twin Galaction, Virago, Shallow Vein, Golden Minutes, Genius Loci, Asmahan la Diva (Asmahan the Diva), Metro und The Manchador.

Internationaler Wettbewerb 08: CONFRONTATIONS - Human Rights Films: Changing Perspectives

Gewalt durchdringt alle Ebenen unserer Gesellschaft: Ob im öffentlichen oder im privaten, in institutionalisierter Form oder im familiären Kreis, schlägt sie sich immer am härtesten auf die marginalisierten und vermeintlich schwachen Gruppen nieder. Die schiere Anzahl an Vorfällen und Übergriffen ist unvorstellbar, da meist undokumentiert. Gerade in Bezug auf Frauen verhindert das Problem der Gender Data Gap nicht nur die Auseinandersetzung, sondern auch die ernsthafte Lösung dieser Machtfragen. Indem er Einzelfälle beleuchtet, zeigt Film die Allgegenwart und Willkür von Gewalt auf und ermöglicht uns, die Perspektive der Opfer besser zu verstehen.

Das versuchen Mthunzi, Les Tissus Blancs, Anja, Sola in Discesa (Going Down Alone), Be Hichkas Nagoo (Don‘t Tell Anyone) und Moonlight Dreams.

Internationaler Wettbewerb 09: CONFRONTATIONS - Human Rights Films: Out of Control

Kontrollverlust und Kontrollverlustängste sind zentrale Begriffe unserer Zeit. Gesellschaft atomisiert sich, identitätspolitische Strömungen fragmentieren Gruppen immer weiter, Ungleichheit und Ungleichbehandlung spalten die Menschen – den einen von der anderen und jede*n im Innersten. Traumatische Erfahrungen gehören für viele zum Alltag. Wenn Filme Träume sind, dann ist der Sprung zum Trauma nicht mehr weit. Schon immer hatte das Kino einen Hang zur Abbildung des Unterbewussten. Sich dem auf der Leinwand auszusetzen heißt, Überforderung und Kontrollverlust am eigenen Leib zu spüren und zugleich eine sinnvolle Auseinandersetzung zu ermöglichen.

Dafür stehen Ayn Levana (White Eye), De berde, Tarang (Life‘s Pedal), Zoo, Freedom is Mine, Fort Irwin und Partir en poussière (Turning to dust).

Focus on Poland 01: New Polish Animation - Passions & Desires

Nach der berühmten "Polish School of Animation" der Siebziger hat zuletzt eine neue Generation von Animationskünstler*innen den Staffelstab übernommen. Über die traditionellen abstrakten Bildstile und die polnische Plakatkunst haben sie zu neuen, experimentellen und einzigartigen Ausdrucksweisen gefunden. Oft scheinen darin die Verstrickung des Individuums in die Geschichte und die damit verbundenen Konsequenzen für die eigene, in ständige Unruhe versetzte Identität durch.

Wir zeigen Nie masz dystansu (You are overreacting), XOXO – Hugs and Kisses, TeBelgeza (The TeBelgeza), Laska (The Chick), Pies Schroedingera (Schroedinger‘s dog), Kosmos (Cosmos), Portrait En Pied De Suzanne (Portrait Of Suzanne), Inny (The Other), III, Laznia (Baths), Tango tęsknot (Tango of longing) und Cipka (Pussy).

Focus on Poland 02: New Polish Animation - Beyond Imagination

Der neue polnische Animationsfilm widmet sich Figuren in einer modernen, unverständlich gewordenen Welt und den Konflikten die daraus entstehen. Er zeigt nuancierte Generationenkonflikte, die sich im Privaten entladen und Individuen, die sich im Alltag der Arbeit verlieren. Dabei geht es nie um eine Beurteilung der Wirklichkeit, zu vieles bleibt im Unklaren – nicht zuletzt auch, um den Zuschauer selbst einzubeziehen, für den das Kino mehr und mehr zu einer Flucht aus der Realität geworden ist.

Im Programm laufen Story, Locus, Czarna wolga (Black volga), Moj dziwny starszy brat (My Strange Elder Brother), Deszcz (Rain), Czerń (Black), Na zdrowie! (Bless you!), Druciane Oprawki (Woolen Cogwheels), Kwadratura kola (Squaring the circle), O Matko! (Oh Mother!) und Szluka spadania (Fallen Art).

Focus on Poland 03: New Polish Shorts - Mixed Feelings

Mit einer Gesetzesänderung zur Filmfinanzierung und der Gründung des Polnischen Filminstituts gelang 2005 nach langer Krisenzeit quasi die Wiedergeburt des polnischen Kinos. Als Ida 2015 den Oscar erhielt, bestätigte dies den Weg, den das polnische Kino gegangen ist. Seit einigen Jahren formiert sich eine Generation von Filmemacher*innen, die mit großem Gespür für das Medium und einer Sensibilität für die gesellschaftlichen Unebenheiten erzählerische und formal-ästhetische Grenzen auslotet. Im Kurzfilm werden vor allem Individuum und Gemeinschaft zu zentralen Begriffen des Kinos, das von Krisen der Gegenwart aber auch der Vergangenheit erzählt.

Gezeigt werden Festyn (Picnic), Piekna Rzecz (Beautiful Thing), dalej prosto (Continue Straight Ahead), Rezerwacja (Reservation) und Fascinatrix.

Focus on Poland 04: New Polish Shorts - Turning the Tables

Wie kaum ein anderes Kino reagiert der polnische Film in Wellenbewegungen auf sozio-politische Entwicklungen. Mit dem „Kino der moralischen Unruhe“ verliehen Filmemacher in den 1970er und 80er Jahren einer Handlungsohnmacht Ausdruck, die das Resultat eines unmoralischen politischen Systems war, dem nichts entgegengesetzt werden konnte. Die heutigen Kurzfilme spülen ähnliche Gefühlslagen der Unruhe an die Oberfläche. So ist es kein Wunder, dass aktuelle Filmemacher*innen dem verborgen Liegendem nachspüren, es befragen und von ihrer Lebenswelt losgelöste Protagonist*innen begleiten – häufig im Stil eines neuen magischen Realismus.

Es laufen Bogdan i Róża (Bogdan and Rose), Masha, Krzyzowka (Crossword), Badylok, Bajka na niespokojny sen (Bad Night Story) und Porachunki (Settling the Score).

Focus on Postcolonialism: Collective Memory and Personal History

Für die afrikanischen Filmmacher*innen der ersten Stunde war das Kino ein Mittel, um die Erinnerung an die Geschichte ihres Kontinents wachzurufen. Als moderne Griots, Geschichtenerzähler*innen, stellen sie die kolonialen Stereotypen infrage und setzen authentische Geschichten und Mythen in Bilder um. Dabei wollen sie der heutigen und der zukünftigen Generation, die grundlegenden Werte Afrikas vermitteln. Ihr Ziel ist die mentale Dekolonialisierung des Publikums. Das Programm will in diesem Sinne den Blick auf Afrika und seine Wurzeln richten, um die Afrikaner*innen mit sich selbst und dem Rest der Welt zu versöhnen.

Filme: E‘ville, No Archive Can Restore You, Machini, La Mazda jaune et Sa Sainteté, When I Grow Up I Want to Be a Black Man, Tabaski / Kuration & Text: Alex Moussa Sawadogo

7.12.2020 - 13.12.2020

KUKI 01: Wettbewerbsprogramm für Kinder ab 4 Jahren

Wir reisen von Winter zu Frühling, aus der Wohnung in den Wald und lernen, dass man seine Umwelt mit kreativen Einfällen und Abenteuerlust ganz neu entdecken kann. Wir wissen uns selbst zu helfen und dass es fast nichts schöneres gibt, als Kuchen mit seinen Freunden zu teilen.
Themen: Freundschaft, Teilen, Gemeinschaft, Zusammenhalt, Spaß, Vorurteile / Gerüchte, Neugier, Musik, Film & Ton, Abenteuer, Hausarbeit, Tiere & Natur, rechts und links unterscheiden, Ideen & Erfindergeist

Filme: Cœur Fondant (Melting Heart Cake), Junu Ko Jutta (The Shoes of a Little Girl), Der kleine Vogel und die Bienen (The little Bird and the Bees), Mein Bruder macht im Tonfilm die Geräusche (My Brother Makes the Noises in the Movies), Myci sluzba (The Dish Washer), Inkt (Ink)

KUKI 02: Wettbewerbsprogramm für Kinder ab 6 Jahren

Es wird spannend: Nächtliche Wanderungen durch verlassene Städte und schneebedeckte Wälder, hungrige Füchse und all die nervigen kleinen Dinge, die ein lautes AUA auslösen. Hier beschützen kleinere Geschwister die großen und wir finden Trost, wo wir ihn am wenigsten erwarten.

Themen: Social Media, Wald als Lebensraum, Tiere & Natur, Familie, Haustiere, Zusammenhalt, Verantwortung, geistige Behinderung, Sagen & Märchen
Fächer: Heimat- und Sachkunde, Lebenskunde, Ethik, Musik, Biologie, Deutsch; fächerübergreifend: Bildung zur Akzeptanz von Vielfalt (Diversity), Demokratiebildung, kulturelle Bildung, Medienbildung

Filme: Un lynx dans la ville (A Lynx in the Town), Karla og Nordahl (Karla and Nordahl), Telenok (Mommy‘s Calf), Aua, Keppi (The Stick), Reven og Nissen (The Tomten and the Fox)

KUKI 03: Wettbewerbsprogramm für Kinder ab 8 Jahren

Was haben ein Kickboxwettkampf, die erste Kommunion und eine Gruppe kleiner verrückter Wesen gemeinsam? Die Gemeinschaft zählt. Es geht nicht nur ums Gewinnen sondern darum, eine schöne Zeit zu verbringen. Ob beim Angeln, Einkaufen, in der Schule oder Zuhause, am meisten Spaß hat man zusammen.

Themen: Abenteuer, Unabhängigkeit, Freundschaft, Identität, Gender & Geschlechterrollen, Lerndruck & Schule, Familie, Religion, Sport, Ehrgeiz, Gemeinschaft Fächer: Religion, Lebenskunde, Ethik, Deutsch, Sachunterricht, Biologie; fächerübergreifend: Medienbildung, Bildung zur Akzeptanz von Vielfalt (Diversity), Interkulturelle Bildung

Filme: Ahtapot (Octopus), Jáma (The Pit), Ramón, Heilig Boontje (Holy Moly), Mall, Kimya, Matilda ir atsarginė galva (Matilda and the Spare Head)

KUKI 04: Wettbewerbsprogramm für Kinder ab 10 Jahren

Der Grat zwischen Traum und Wirklichkeit ist manchmal schmal. Wie cool wäre es, wenn man Popcorn niesen könnte, der Bruder eine Kröte oder ein Baum ein Internetstar wäre? Manches bleibt vielleicht doch lieber der Phantasie überlassen, aber tiefe Freundschaften und spannende Verfolgungsjagden wollen wir nicht missen.

Themen: Social Media, Natur&Umwelt, Freundschaft, Kapitalismus & Gesellschaftskritik, Tiere, Sport & Spaß, Geschwisterbeziehung, Kultur & Tradition, Gender Fächer: Religion, Sachkunde, Kulturwissenschaft, Kunst, Lebenskunde, Religion, Ethik, Erdkunde, Kulturelle und Interkulturelle Bildung, Europabildung, Medienbildung

Filme: WhateverTree, Jeûne d'été (Summer Fasting), Popcorngutten (Popcorn Boy), Athleticus: Luge, Têtard (Tadpole), Knask eller knep (Trick or treat), Kapaemahu

KUKI 05: Schau auf die Welt - Dokumentarfilmwettbewerb für Kinder ab 10 Jahren

Kinder aus der ganzen Welt und ihre echten, alltäglichen Herausforderungen und Interessen können die anregendsten und lehrreichsten Geschichten von allen liefern.

Themen: Alltag verschiedener Kulturen, Lernen & Schule, Sport, Natur & Umwelt, Familie, Heimat&Zuhause, Zusammenhalt, Wohnungslosigkeit, Vorurteile, Albinismus, Hobbys, Gebärdensprache, Community, Mathematik, soziale Unterschiede Fächer: Mathe, Sachkunde, Sozialwissenschaften, Deutsch, Geschichte, Geografie, Sport; fächerübergreifend: Kulturelle und Interkulturelle Bildung, Bildung zur Akzeptanz von Vielfalt (Diversity), Film- und Medienbildung

Filme: Cor de Pele, 199 kleine Helden: Jésùs aus Mexiko (199 little heroes: Jésùs from Mexico), Math Circles around the World, A second family, London's Home, Talvinen järvi (Winter Lake)

TeenScreen 01: Wettbewerbsprogramm für Jugendliche ab 12 Jahren

Wie gesellschaftsrelevant und packend können Actionfilme sein? Inmitten von versteckten Botschaften, Portalen in andere Welten und Camping auf zugefrorenen Seen, sehen wir hier Jugendliche, die sich nicht unterkriegen lassen und sich für ihre Umwelt einsetzen.

Themen: Musik, Umweltschutz, Natur&Klimawandel, Familie, Fans & K-Popkultur, Tiere, Flucht und Vertreibung, Freundschaft&Zusammenhalt, Teamwork, Superkräfte, Computerspiele, Horror, Sucht, Postkolonialismus, Trauer Fächer: Musik, Sachkunde, Lebenskunde, Deutsch, Erdkunde, Kulturelle&Interkulturelle Bildung, Nachhaltige Entwicklung, Demokratiebildung, Bildung zur Akzeptanz von Vielfalt, Medienbildung

Filme: Maestro, My Letter to the Oilmen, Dispel, Talvinen järvi (Winter Lake), Idols Never Die, Streets of Fury, Kotimatka (Homebound)

TeenScreen 02: Wettbewerbsprogramm für Jugendliche ab 14 Jahren

Irgendwo zwischen grenzenloser Freiheit, Partys und Zukunftsangst bilden sich Identitäten, festigen sich Freundschaften und zerplatzen Träume. Während einige auch mit Nichts glücklich sein können, gedenken wir jenen, die ihr Glück nicht fanden.

Themen: Musik & Kunst, Essstörung, Identität, Coming-of-Age, soziales Milieu, Gender & Geschlechterrollen, LGBTQ+, Zusammenhalt, Suizid, Armut, Kapitalismus & Ausbeutung, Freundschaft & Liebe Fächer: Lebenskunde, Ethik, Biologie, Religion, Deutsch, Sachunterricht, Kunst; fächerübergreifend: Bildung zur Akzeptanz von Vielfalt (Diversity), kulturelle und interkulturelle Bildung, Medienbildung

Filme: 90%, Shannon Amen, Beauty Boys, Babylebbe (Babydyke), Warum Schnecken Keine Beine Haben (Why Slugs Have No Legs), Christy

11.11.2020 – 22.11.2020

EYES WIDE OPEN
Online Award

Über Umwelt und Gerechtigkeit - Filme über der Zustand der Welt. Anschauen und abstimmen! Die Heinrich Böll Stiftung vergibt an den Gewinnerfilm ein Preisgeld von 1000,- Euro.

Über 10 unterhaltsame Filme abstimmen, deren Hintergründe ernst sind. Die Filme laufen auch in anderen Festivalsektionen, sie erzählen in pointierter Kürze von politischen Verstrickungen und ökologischen Zusammenhängen, sind poetische animierte Gedichte, kreative Allegorien, außergewöhnliche Beobachtungen und ermahnen zu Nachhaltigkeit und weltoffenem Handeln. Am 23. November 2020 wird der Publikumsliebling des Online-Wettbewerbs auf unserer Website verkündet.

Berlin Beats

Berlin ist ein freeze frame - Bewegung und Stagnation zugleich. Kaum eine Metropole ist derzeit so zerrissen und geprägt vom „Rasenden Stillstand“. Die Bewegung nach vorn ist bloße Behauptung. Arm aber sexy schon immer die dreisteste aller perfiden Lügen gewesen. Und Techno war gestern. Alles verändert sich, um schließlich gleich zu werden. Flucht und Zuflucht laufen in dieser Stadt Hand in Hand und es steckt viel Sehnsucht in den Suchbewegungen der Menschen, gefangen in Wiederholungs- und Warteschleifen des Lebens, hoffend diese durchbrechen zu können.

Arab Shorts - Metropolis Beirut

Kaum ein Ort steht derart für die Diversität und das Chaos, das Miteinander und die Konflikte in der arabischen Welt wie die libanesische Hauptstadt. Neben vom Krieg gezeichneten Bauruinen schießen brandneue Wolkenkratzer in die Höhe. Das heterogene Stadtbild spiegelt nicht nur die bewegte Geschichte des Landes, sondern die Kluft zwischen korrupten Regierungskreisen und den Bedürfnissen der Bevölkerung. Jenseits von religiösen und kulturellen Hintergründen leistet sie Widerstand gegen die maroden Strukturen in ihrer Heimat.

Queer Fever

Allzu oft führt jegliche Abweichung von der Norm zu einem Außenseiterdasein. Der Druck und die Gewalt, die vom eigenen Umfeld ausgehen, steigern Gefühle der Angst und Vereinsamung. Fluchtfantasien werden zum Symptom eines Verlangens nach Zugehörigkeit. Dagegen finden im Kino nicht nur unterdrückte Stimmen Ausdruck, es erfüllt auch eine gemeinschaftsbildende Funktion und kann solch ein Gefühl von Zugehörigkeit erzeugen. Indem es queere Narrative in den Vordergrund rückt, leistet es einen kleinen Beitrag zur dringend notwendigen gesellschaftlichen Akzeptanz.

Reality Bites

Wo hört Realität auf, wo fängt Fiktion an? Seit den Anfängen des Kinos stellt sich diese Frage immer wieder neu. Die Grenze zerläuft fortwährend: Jeder Dokumentarfilm ist inszeniert, jeder Spielfilm Zeugnis seiner Zeit und eines Kontexts, dem er nicht entkommen kann. Die Realität holt den Film immer wieder ein, beißt sich an ihm fest, versteckt sich in den Bildern. Trotzdem lässt sie sich nicht fassen, entzieht sich jeglichem Einfluss. Übrig bleibt der Blick, den wir auf sie werfen.

China New Talents

Bereits zum dritten Mal rücken wir Arbeiten junger Filmstudent*innen aus dem Reich der Sonne in den Fokus. In Zusammenarbeit mit der in Shanghai lebenden Regisseurin und Produzentin Sido Yao Lu haben wir aus Zusendungen zahlreicher Universitäten aktuelle Kurzfilme ausgesucht. Ziel war es, das aktuelle studentische Schaffen aus China zu erfassen. Die Filme spiegeln die Problematik mit einer sich schnell verändernden Gesellschaft umzugehen und zeigen, dass aus dem auferstehenden China längst ein internationales Schwergewicht geworden ist. Die Filme kommen von Universitäten aus Beijing, Shanghai, Nanjing, Lanzhou, Zuhai und Hong Kong.

Girls* Riot!

Zehn Mädchen* zwischen 15-18 Jahren haben eine Woche lang über ihre Vorstellung von Weiblichkeit gesprochen und einen kritischen Blick auf die Rolle von Frauen* in der (Film-)Welt geworfen. Ihr Kurzfilmprogramm prangert Missstände an, feiert Bodypositivity und ist unendlich empowernd.

17.11.2020 – 22.11.2020

Sound & Vision

Ton und Bild – was übersetzt so prickelnd klingt wie die Reste des Proseccos vom Vortag schmecken, ist in Wahrheit ein audiovisueller Tofuweihnachtsbraten, dem zwei Worte nicht mal im Ansatz gerecht werden. Aktuellen Kurzfilmen verpassen Musiker*innen hier live einen neuen, anschmiegsamen und klangvollen Zauberumhang. So wie das Leben ohne Visionen eines ohne Sinn ist, wird erst in dieser einzigartigen Fusion von Bild und Ton Kino zur überwältigenden Erfahrung.

Die Bands und ihre Filme: Duvnjak & Franque: Sous la glace, Katalog: Freeze Frame, Johanna Roth, Luis Schöffend & Felix Kratzer: Gunpowder, Klangschneider: Harry, Catenation: Escape Velocity, Toolbox Orchestra: A Lynx in the Town, Heinz Hermanns & Hard Hob: Locus, Durchgangszimmer: Any Instant whatever, Bantu Nago Jêje: Solstice.

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