Katharina Thalbach ist eine deutsche Schauspielerin und Regisseurin, die seit den 1970er-Jahren zu den bekanntesten Gesichtern des deutschsprachigen Films und Theaters gehört. Ihre Karriere begann früh, gefördert durch ihre Familie, die seit Generationen mit Schauspiel und Regie verbunden ist. Neben ihrer Arbeit auf der Bühne hat sie sich auch in Film und Fernsehen etabliert und ein breites Publikum erreicht.
1976 spielte sie in DAS BLAUE LICHT unter der Regie von Iris Gusner die Rolle einer Prinzessin. Der Film, der auf einem Märchenmotiv basiert, machte ihre Präsenz im DEFA-Kino deutlich. 1988 war sie in ZUM BEISPIEL OTTO SPALT unter der Regie von René Perraudin als Tamara zu sehen. Der Film, der sich kritisch mit Politik und Gesellschaft auseinandersetzte, zeigte ihre Vielseitigkeit im Umgang mit dramatischen Stoffen. 2008 übernahm sie eine Rolle in DER MOND UND ANDERE LIEBHABER, einem Film von Bernd Böhlich, der tragikomisch die Lebenssituation einer Frau im ländlichen Raum erzählt. Auch in Dokumentarfilmen wirkte sie mit, so etwa in BRASCH – DAS WÜNSCHEN UND DAS FÜRCHTEN (2011, Regie Christoph Rüter), das Leben und Werk des Schriftstellers Thomas Brasch beleuchtet.
Neben diesen Filmen spielte Thalbach in zahlreichen weiteren Produktionen, darunter „Die Blechtrommel“ (1979, Regie Volker Schlöndorff), die mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, und „Sonnenallee“ (1999, Regie Leander Haußmann), die sie einem breiten Publikum erneut näherbrachte. Ihre Stimme machte sie außerdem durch Hörspiele und Synchronarbeiten bekannt.
Für ihre Arbeit erhielt Katharina Thalbach zahlreiche Auszeichnungen. 1997 wurde sie mit dem Adolf-Grimme-Preis geehrt, 1998 erhielt sie den Bayerischen Filmpreis als beste Darstellerin. Weitere Preise wie die Goldene Kamera und der Deutsche Filmpreis unterstreichen ihre Bedeutung für Film und Fernsehen in Deutschland.
Doku über Thomas Brasch (1945-2001), Dichter, Autor und Filmemacher zwischen DDR und BRD. Eine Hommage von seinem Weggefährten Christoph Rüter.
BRASCH war ein leidenschaftlicher, charismatischer und aggressiver Mensch und Künstler. Der Konflikt war sein Leben, der Schmerz sein Auge. Seine Theaterstücke, darunter „Lovely Rita“, prägten die Literatur der DDR und der BRD. Der Wegbegleiter von Heiner Müller und Partner von Katharina Thalbach prägte die deutsch-deutsche Theaterszene. Diese Doku bietet ...
Die satirische Geschichte dreht sich um den Regisseur Otto Spalt, der vergeblich versucht, Fördermittel für sein jüngstes Projekt zu bekommen. Dabei wird er mit einem absurden bürokratischen Apparat konfrontiert, der über die Vergabe von Fördergeldern entscheidet – eine kafkaeske Welt voller grotesker Charaktere, widersprüchlicher Regeln und bizarrer Prüfverfahren. Otto Spalt, gespielt von Otto Sander, muss fünf Kurzfilme vor einer skurrilen Jury präsentieren, die aus einer seltsam zusammengewürfelten ...
Mario Röllig: Republikflüchtling, Schwul, CDU-Politiker macht heute Führungen in dem ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen, in dem er selbst 1987 einsaß.
Doch zurück zum Anfang: 1985 verliebt sich Röllig in Budapest in einem Politiker aus West-Berlin. Sein Fluchtversuch in den Westen über Ungarn im Jahre 1987 misslingt jedoch.
Mehr als 25 Jahre später zeichnet Jochen Hick in seinem dritten Film über Homosexuelle im Osten, die Lebensgeschichte eines außergewöhnlichen Menschen nach, ...
Verhaftet, verhört, vergangen, verdrängt. In der Gedenkstätte Hohenschönhausen in Berlin erinnern Zeitzeugen an die Stasi-Methoden während der Haft. Ihre Erinnerungen sind vielfältig. Traumatisiert sind sie alle.
Ihre Anklage gilt dem ehemaligen SED - Regime. Ehemalige Stasimitarbeiter hingegen leugnen, dass ihnen Unrecht widerfahren sei. Im Film stehen sich beide Seiten gegenüber. Ein Kampf um die Deutungshoheit des Vergangenen beginnt. Persönliche Erinnerungen zeigen jedoch, dass die Geschichte ...
Sandra Prechtels Film zeigt die Story eines Film-Maniac, der zwischen den Fronten des deutschen Kinos und seiner eigenen Kompromisslosigkeit zerrieben wurde.
Otto Sander erinnert sich an seinen ersten Leinwandauftritt in „Ludwig“. Eva Mattes lässt eine ihrer schönsten Rollen Revue passieren und erzählt vom Dreh von „Supermarkt“. Hark Bohm gedenkt seines Bruders Marquard, der durch DEADLOCK zum Star wurde.
Und Horrorfilm-Ikone David Hess, der in „White Star“ an Hoppers Seite wütete, deutet Klicks ...
AUSGERECHNET BULGARIEN porträtiert die Schriftstellerin Angelika Schrobsdorff (Die Herren), die mit Mutter und Schwester durch Flucht nach Sofia 1939 Verfolgung und Tod entkommen konnte.
Schrobsdorffs Geschichte ist eng verbunden mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts: Diktaturen, Kalter Krieg, Mauerfall und Nahost-Konflikt.
1978 interviewte der dänisch Christian Baard Thomsen den deutschen Regisseur Rainer Werner Fassbinder.
Aus dem in Cannes gefilmten und bisher unveröffentlichten Interview entstand ein unglaublich persönlicher Film.
Der dänische Filmregisseur und -historiker Christian Baard Thomsen lernten Fassbinder 1969, nach dessen ersten, denkwürdigen Berlinale Auftritt kennen. Die beiden wurden in der Folge enge Freunde. Das 10 Jahre später entstandene Gespräch verwebt Thomsen geschickt mit den Hauptmotiven ...
Ein mosaikartiger Film, der sich zwischen Dokumentar-, Spiel- und Animationsfilm bewegt.
„Erinnert an Marjane Satrapis 'Persepolis'.“ (themovingarts.com)
Im Jahre 1980 beugen sich die Feen der Revolution über die Wiege der Filmemacherin. „Ich bin mitten in einen Traum geboren.“ Aber der Film nimmt eine andere Wendung: „Was mache ich mit diesem Erbe?“ In diesem Familiendrama geht es um die Suche nach Identität und Politik.
Eine filmische Reise, die uns von der Türkei der 70er Jahre in die Schweiz ...
In Berlin jüdisch zu sein bedeutet, ein Sandwich im ehemaligen Hitler-Büro zu essen oder das Hauptquartier der SS auf dem Weg zu einem Zahnarzttermin zu passieren.
Nirit Ben Joseph, eine Israeli, die seit 26 Jahren in Berlin lebt, ist ein "Holocaust-Tourguide" in der Stadt. Ihr Beruf bietet regelmäßig Gelegenheit, darüber nachzudenken, was es heißt, heute Jude in Deutschland zu sein. Die Reiseführerin wirft Fragen zur Einwanderung, zur Identität und zum Umgang mit der Vergangenheit auf.
Eigentlich ...
Die Filmemacherin Juliane Henrich erforscht den Begriff „Wende“ anhand einer Rede von Christa Wolf, die sie kurz vor Mauerfall auf dem Alexanderplatz hielt.
Eine Zeitraffer-Aufnahme des Berliner Fernsehturms wird mit Fragmenten von Wolfs Rede vom 04.11.1989 versetzt. Die Schriftstellerin stellte den Begriff der „Wende“ in Frage, der im heutigen Sprachgebrauch synonym geworden ist mit der friedlichen Revolution von 1989. Eigentlich war es aber SED-Generalsekretär Egon Krenz, der bei seinem Amtsantritt ...
Maurizio Candidi ist 70 Jahre alt und inszeniert sich selbst als letzter Vertreter eines aussterbenden Lebensgefühls: ein Playboy der alten Schule, der Luxus, Frauen und das große Versprechen ewiger Verführung liebt. Er behauptet, mit über tausend Frauen geschlafen zu haben – eine Zahl, die weniger als Fakt denn als Teil seiner Selbstmythologisierung erscheint.
Der Film begleitet Maurizio durch seinen Alltag zwischen eleganten Hotels, mondänen Küstenorten und Erinnerungen an vergangene Eroberungen. ...