Rolf Römer
ActorRolf Römer, geboren als Rolf Specht am 20. September 1935 in Königswinter und gestorben am 15. März 2000 in Berlin, war ein profilierter deutscher Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor, der besonders in DEFA-Produktionen präsente Spuren hinterließ. Er studierte Schauspiel bis 1960 an der HFF Potsdam-Babelsberg und begann seine Karriere mit frühen Filmrollen sowie Bühnenengagements.
Im Beziehungsdrama JAHRGANG 45 (1966, Regie: Jürgen Böttcher) übernahm er die männliche Hauptrolle des Automechanikers Al – eine feinfühlige Darstellung einer zerrissenen Ehe im sozialkritischen DEFA-Stil.
In dem DEFA-Western DIE SÖHNE DER GROßEN BÄRIN (1966, Regie: Josef Mach) war Rolf Römer als Tobias, ein Mitglied historischen Indianerwiderstands, zu sehen – der Film gilt als stilprägender Vertreter des DDR-Indianerfilms.
Später wirkte er in TECUMSEH (1972, Regie: Hans Kratzert) mit, einem historischen Western über den legendären Shawnee-Häuptling, anläslich dessen Widerstands gegen die US-amerikanische Expansionspolitik – Rolf Römer spielte darin eine Nebenrolle in einem filmkulturell bedeutenden Kontext.
Zusätzlich arbeitete er als Regisseur und Drehbuchautor, etwa für die DEFA-Krimiserie Polizeiruf 110 – in der Episode „Schuldig“ (1978) führte er Regie und schrieb das Drehbuch. Darüber hinaus war Römer in populären Serien und Filmen wie Chingachgook, die große Schlange, He, Du! und zahlreichen weiteren DEFA-Produktionen präsent.
Rolf Römer verkörpert die deutsche Filmgeschichte durch Rollen mit Tiefgang, Genrevielfalt und kreativer Vielschichtigkeit – als Schauspieler, Filmemacher und prägende Figur des Ostfilms.