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Yalda

Yalda

Regie: Massoud Bakhshi

Trailer

YALDA macht aus einer Live-Show ein Drama über Schuld und Vergebung, in dem eine junge Frau vor einem wachsamen Publikum um ihr Leben kämpft.

Synopsis

YALDA stellt eine verurteilte junge Frau ins Zentrum eines öffentlichen Rituals, das zugleich uralt und erschreckend gegenwärtig wirkt. Maryam muss Mona, der Tochter des Mannes, den sie getötet hat, in einer Live-Sendung gegenübertreten, die auf Geständnis, Tränen und Zustimmung des Publikums setzt. Mit jeder verstrichenen Minute wird aus der privaten Tat ein Spektakel, in dem Vergebung öffentlich verhandelt wird. Maryam hat nur eine Stunde, um ihr Leben zu retten, nachdem sie ihren deutlich älteren Ehemann im Affekt getötet hat. Jede Frage der Moderation, jede Regung im Studio und jede SMS der Zuschauer kann das Kräfteverhältnis verschieben. Der Film hält die Konfrontation eng und unruhig, bewegt sich zwischen Bühne, Nebenräumen und stillen Momenten, in denen sich Gefühle eher verhärten als lösen. Aus diesem Setup entwickelt YALDA ein hartes Drama über Schuld, Rache, Vergebung und Manipulation. Der Fernsehrahmen ist modern, doch die Kräfte dahinter sind alt: familiärer Druck, mütterliche Autorität, öffentliches Urteil und die Frage, welchen Preis ein Leben haben kann. Bakhshi nutzt die Mittel des Thrillers, um zu zeigen, wie schnell Mitgefühl zum sozialen Prüfstein wird. Vor dem Hintergrund des persischen Wintersonnenwendefests blickt YALDA auch auf eine Gesellschaft, in der Tradition, mediale Inszenierung und materielles Kalkül aufeinanderprallen. Der Film zeigt, wie eine schwarz gekleidete Frau und eine verängstigte Angeklagte gegensätzliche Vorstellungen von Gerechtigkeit verkörpern, während ein Chor von Nebenfiguren kommentiert, zögert und urteilt.

Festivals & Awards

Laufzeit (Min.)
Jahr
Land
Frankreich, Deutschland, Iran, Libanon, Luxemburg, Schweiz
Altersfreigabe
16+
Ton
Farsi
Yalda - Sooner | Stream Beyond