
Ein einfacher Arbeiter gerät in den Strudel mit Immobilienhaien, Zwangsräumungen und Klankriminalität, wo Menschlichkeit oft der Gier weicht.
Synopsis
Der 60-jährige Walter (Rainer Bock) ist Möbelpacker für Zwangsräumungen. Er ist der treuste Schlepper, den Walters Chef Roland Grone (Uwe Preuss) in seiner Spedition hat. Walter ignoriert die Schmerzen, die ihm der Knochenjob bereitet, ebenso wie das Leid der Menschen, in deren Privatsphäre er täglich eindringt.
Grone plant mit Hilfe des zwielichtigen Familienklans der Afsaris ein riskantes Immobiliengeschäft. Walters Freund, der Gerichtsvollzieher Alfred (Thorsten Merten) kauft mit dem Geld der Afsaris, zu denen auch der neue Kollege Moussa (Roman Kanonik) gehört, billig Häuser, entmietet sie – auch mit Gewalt – um sie für ein Vielfaches wieder zu verkaufen und verhilft den Afsaris so dazu, schmutziges Geld zu waschen. Nur: Ein letzter Mieter weigert sich auszuziehen. Walter glaubt in dem jungen Mann (Albrecht Schuch) seinen Sohn Jan wiederzuerkennen, den er vor Jahrzehnten im Stich gelassen und seitdem nie wieder gesehen hat.
ATLAS ist nicht nur ein Thriller über kriminelle Machenschaften und Gentrifizierung, sondern auch ein tiefgehendes Drama über Vater-Sohn-Beziehungen, Schuld und Sühne. Nawrath gelingt es, durch die spannende Erzählung und die starke Leistung von Rainer Bock, das Publikum in den Bann zu ziehen und zum Nachdenken über die Konsequenzen unserer Entscheidungen zu bewegen. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie die Vergangenheit uns einholen kann und wie tief die Verbindungen zwischen Menschen gehen können, selbst wenn Jahre des Schweigens und der Entfremdung dazwischenliegen.
Festivals & Awards
- Regie
- David Nawrath
- Laufzeit (Min.)
- Jahr
- Land
- Deutschland
- Altersfreigabe
- 12
- Ton
- Deutsch
- Untertitel
- Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Schwedisch, Tschechisch




















