
DAS ENDE DES SCHWEIGENS verbindet Docudrama und Zeugnisse und zeigt, wie §175 Angst in Verfolgung schwuler Männer im Nachkriegs-Frankfurt verwandelte.
Synopsis
DAS ENDE DES SCHWEIGENS macht die Frankfurter Homosexuellenprozesse der frühen 1950er Jahre zu einem scharfen Bild staatlicher Verfolgung. Im Zentrum steht Otto Blankenstein, ein verängstigter junger Mann, dessen Festnahme den Blick auf das Schicksal der mitbetroffenen Männer öffnet.
Als die Polizei Otto Blankenstein im Sommer 1950 in Frankfurt am Main aufgreift, wird das bei ihm gefundene Notizbuch zum Ausgangspunkt der Ermittlungen. Unter Druck wird er zum Kronzeugen und liefert mehr als 200 Namen und Adressen; darauf folgen rund 100 Verhaftungen, darunter die des ehemaligen Journalisten Wolfgang Lauinger.
Der Film verbindet gespielte Szenen mit Interviews von Zeitzeugen und Experten, um die Atmosphäre jener Jahre nachzuzeichnen. Er zeigt, wie Männer unter § 175 verfolgt wurden, wie die kurze Nachkriegsöffnung in Frankfurt in erneute Feindseligkeit umschlug und wie sich rechtliche Diskriminierung über Generationen fortsetzte.
Die Aussagen von Wolfgang Lauinger, der für die Rehabilitierung der nach § 175 verurteilten Männer und für eine Aufarbeitung nationalsozialistischen Denkens in der frühen Bundesrepublik kämpfte, sowie von Historikern wie Markus Velke geben DAS ENDE DES SCHWEIGENS einen großen Teil seiner Kraft. Lauinger blieb bis zu seinem Tod ohne Entschädigung. DAS ENDE DES SCHWEIGENS ist ein Dokudrama über Erinnerung, Unrecht und hart erkämpfte Freiheit.
- Regie
- van-Tien Hoang
- Laufzeit (Min.)
- Jahr
- Land
- Deutschland
- Altersfreigabe
- 16+
- Ton
- Deutsch


















