
In der argentinischen Provinz begegnen sich Gauchos, Pferde und Rituale in einem hypnotischen Porträt von Männlichkeit, Tradition und Begehren.
Synopsis
EL FULGOR öffnet den Blick auf eine schwer fassbare Welt, in der junge Gauchos im ländlichen Argentinien und Karnevalstänzer bei ihren Vorbereitungen für den Umzug zu einem gemeinsamen Beobachtungsraum werden. Martín Farina macht aus der einfachen Beobachtung etwas Unruhiges und Leuchtendes, indem er Körper, Gesten und Abläufe verfolgt, als seien sie Hinweise.
Der Film wechselt zwischen der täglichen Arbeit mit dem Vieh, dem harten Rhythmus der Jahreszeiten und den Vorbereitungen auf den Karneval, wo sich der Blick auf Bewegung, Erwartung und Auftreten richtet. Traumsequenzen und eine angedeutete Liebesgeschichte zwischen einem Tiertreiber und einem der Tänzer schaffen emotionale Spannung, ohne die Gefühle je ganz zu erklären.
Farina verwischt Dokumentarisches, Fiktion und Essay, ohne diese Formen sauber zu trennen. Genau daraus gewinnt EL FULGOR seine Wirkung: Männlichkeit, Folklore, Gewalt und Begehren werden aus der Nähe beobachtet, während die Kamera Kleidung, männliche Körper und das Verhalten in der Öffentlichkeit studiert. So entsteht ein Film, der eher Stimmungen als Handlung lesbar macht.
Martín Farina bezeichnet seine Arbeiten als künstlerische Dokumentarfilme und übernahm hier auch Kamera, Schnitt, Musik und Ton, was der Form eine sehr persönliche Prägung gibt. EL FULGOR hatte seine Weltpremiere beim Filmfest Mannheim-Heidelberg und lief später regulär in deutschen Kinos. EL FULGOR bleibt eine still herausfordernde Begegnung.
- Regie
- Martín Farina
- Genre
- Dokus, Independent
- Casting
- Franco HeilerVilmar Paiva
- Laufzeit (Min.)
- Jahr
- Land
- Argentinien
- Altersfreigabe
- 16+
- Ton
- Spanisch











