
LA FLOR verwandelt Genrespiel und Frauenkonflikte in ein verspieltes Drama über Erzählkunst, Begehren und die Kraft des Kinos zum offenen Staunen.
Synopsis
LA FLOR ist ein freies, spielerisches Kinogebilde, das um vier Schauspielerinnen kreist, die fortwährend Rollen wechseln, während der Film von einer Erzählsituation in die nächste gleitet. Alles wirkt beweglich, neugierig und auf Überraschung aus. LA FLOR legt sich nie auf einen Ton fest, sondern öffnet immer neue Räume des Erzählens.
Der Film durchläuft klar voneinander abgesetzte Episoden: einen B-Film um die Macht einer Mumie, ein musikalisches Melodram mit kriminellem Nebenstrang, eine Spionagegeschichte an internationalen Schauplätzen und später ein Remake von Jean Renoirs Eine Partie vom Lande als Stummfilm. Im letzten Drittel treten geheimnisvolle, fantastische Vorgänge hinzu, bevor ein dialogfreies Ende mit vier heimkehrenden Frauen folgt.
Zusammengehalten werden diese Wechsel durch einen Blick auf das Erzählen selbst. LA FLOR greift auf vertraute Genremuster zurück, damit man den Boden unter den Füßen zu spüren glaubt, entzieht dann aber die Handlung, verlagert entscheidende Vorgänge ins Off und arbeitet mit Ellipsen. LA FLOR ist weit, findig und offen; man kann sich ihm mit Freude anvertraut.
Festivals & Awards
- Regie
- Mariano Llinás
- Laufzeit (Min.)
- Jahr
- Land
- Argentinien
- Altersfreigabe
- 16+
- Ton
- Spanisch
- Untertitel
- Deutsch, Englisch


























