Robert Siodmak

Director

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Robert Siodmak war ein deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Produzent, der zu den prägenden Filmkünstlern des 20. Jahrhunderts zählt. Nach seiner Geburt 1900 in Dresden begann er seine Laufbahn in der Weimarer Republik und entwickelte sich rasch zu einer zentralen Figur des deutschen Tonfilms. Seine frühen Arbeiten zeigen ein tiefes Gespür für soziale Themen, präzise Figurenzeichnung und stilistische Innovation. Mit ABSCHIED (1930, Regie: Robert Siodmak) legte er sein Spielfilmdebüt vor. Der Film, produziert von der UFA, gilt als eines der ersten realistischen Stadtporträts des deutschen Tonfilms und erzählt eine unaufgeregte, menschlich dichte Geschichte aus dem Berliner Alltag. Schon hier zeichnete sich Siodmaks Fähigkeit ab, Stimmungen und psychologische Zwischentöne filmisch einzufangen – eine Qualität, die sein gesamtes Werk prägen sollte. Nach seiner Emigration über Frankreich und Großbritannien in die USA wurde Siodmak zu einem der stilbildenden Regisseure des Film noir. Werke wie „The Killers“ (1946), „Criss Cross“ (1949) und „Phantom Lady“ (1944) machten ihn international bekannt. In Deutschland drehte er nach seiner Rückkehr Filme wie „Nachts, wenn der Teufel kam“ (1957), der für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert wurde. Robert Siodmak wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis und dem Bundesverdienstkreuz. Sein filmisches Erbe umfasst mehr als drei Jahrzehnte intensiver Arbeit in Europa und Hollywood. Er gilt bis heute als einer der Regisseure, die das moderne Spannungs- und Charakterkino entscheidend geprägt haben.

Films on Sooner

  • Abschied

    1930

    77 mins

    Classics

    Zwischen Berliner Realismus und emotionaler Tiefe zeigt Robert Siodmaks ABSCHIED 1930 das Porträt einer Gesellschaft in Unsicherheit und Wandel.