
Im heutigen Teheran kämpfen drei Frauen und ein junger Musiker um Liebe, Selbstbestimmung und ein Leben zwischen gesellschaftlichen Zwängen.
Synopsis
TEHERAN TABU verknüpft die Geschichten mehrerer junger Menschen, die im heutigen Teheran versuchen, ihren eigenen Weg zu finden. Pari, die sich und ihren kleinen Sohn durch Prostitution über Wasser halten muss, sucht nach einem Ausweg aus ihrer prekären Lage. Sara kämpft in einer unglücklichen Ehe gegen gesellschaftliche Einschränkungen an, während der Musiker Babak und seine Freundin Donya mit den Folgen sozialer und religiöser Erwartungen konfrontiert werden.
Während sich ihre Lebenswege kreuzen, zeichnet der Film das Bild einer Gesellschaft voller Widersprüche. Öffentliche Moral und privates Verhalten stehen oft in scharfem Gegensatz zueinander, und viele Figuren sind gezwungen, sich durch ein System aus Korruption, Heuchelei und Kontrolle zu bewegen, um persönliche Freiheit und Glück überhaupt erreichen zu können. Liebe, Sexualität und Selbstbestimmung werden dabei zu ständigen Verhandlungssachen.
Da Dreharbeiten im Iran nicht möglich waren, kombinierte Regisseur Ali Soozandeh reale Schauspielaufnahmen mit der Technik der Rotoskopie, um Teheran filmisch nachzubilden. So entsteht ein eindringliches Porträt einer Stadt, deren Alltag sich zwischen offiziellen Verboten und verborgenen Lebensrealitäten entfaltet.
Unter der Regie von Ali Soozandeh feierte TEHERAN TABU seine Premiere in der Sektion Semaine de la Critique (Critics’ Week) der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2017. Der Film war sowohl für die Caméra d'Or als auch für den Critics’ Week Grand Prize nominiert, wurde beim Internationalen Animationsfilmfestival Annecy für den Cristal für den besten Langfilm nominiert und gewann den FIPRESCI-Preis für den besten internationalen Debütfilm beim Jerusalem Film Festival. Mit seinem außergewöhnlichen visuellen Stil und seinen miteinander verwobenen Geschichten wird TEHERAN TABU zu einer eindrucksvollen Auseinandersetzung mit Begehren, Unterdrückung und dem alltäglichen Überleben im heutigen Iran.
Festivals & Awards
- Regie
- Ali Soozandeh, Bruno Wagner
- Laufzeit (Min.)
- Jahr
- Land
- Deutschland, Österreich
- Altersfreigabe
- 16+
- Ton
- Deutsch









