
SYNONYMS macht den Kampf eines Migranten um Zugehörigkeit in Paris zu einem scharfen Drama über Nationalismus, Identität und Kompromiss unter Druck.
Synopsis
SYNONYMS folgt Yoav, einem israelischen Neuankömmling in Paris, der sich von dem Nationalismus lösen will, den er hinter sich gelassen hat. In einer unbeheizten, leeren Wohnung angekommen und fast sofort um sein Gepäck gebracht, beginnt er ein prekäres Leben in einer Stadt, die wenig Trost und viele Erwartungen bereithält.
Unterstützt von den Nachbarn Emile und Caroline versucht Yoav, Fuß zu fassen, spricht aber kein Hebräisch mehr und kämpft zugleich mit seinem noch unsicheren Französisch. Der erste Job, den er findet, ist Sicherheitsdienst am israelischen Konsulat, wo Stolz auf die eigene Herkunft und der Druck, dazuzugehören, den Alltag unter Spannung setzen. Von Begegnung zu Begegnung wächst seine Frustration, und die Grenze zwischen Neuaufbau und Selbstverlust wird immer schwerer zu erkennen.
Als Mischung aus Satire, Figurenstudie und stiller Tragödie macht SYNONYMS Sprache, Identität und Assimilation zu einer emotionalen Zerreißprobe. Lapid hält den Film mit nervöser Handkamera und spürbarer Dringlichkeit in Bewegung, ohne den menschlichen Preis von Yoavs Entscheidungen aus dem Blick zu verlieren. Der Film fragt, was geschieht, wenn der Wunsch nach Freiheit auf ein anderes, ebenso starres System der Zugehörigkeit trifft.
Gerade aus dieser Spannung bezieht SYNONYMS seine Kraft, und der Film lebt davon, wie offen Lapid Yoavs Verwirrung, Wut und Verletzlichkeit zeigt. Tom Merciers Debüt trägt das Drama mit großer Intensität, während Emile und Caroline die Welt um ihn herum konturieren. SYNONYMS entsteht so als lebendiges Porträt von Entwurzelung und Widerstand und lädt dazu ein, über Identität unter Druck nachzudenken.
Festivals & Awards
- Regie
- Nadav Lapid
- Genre
- Drama
- Laufzeit (Min.)
- Jahr
- Land
- Frankreich, Deutschland
- Altersfreigabe
- 16+
- Ton
- Französisch
- Untertitel
- Deutsch

















