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Anmaßung

Anmaßung

Regie: Chris Wright, Stefan Kolbe

Trailer

Eine Filmemacherin begegnet einem verurteilten Mörder und den Grenzen dessen, was ein Dokumentarfilm zeigen kann.

Synopsis

ANMASSUNG stellt gleich zu Beginn eine harte Frage: Wie begegnet man einem Mörder, und was bedeutet die Tat selbst, wenn man versucht, sie sich vorzustellen? Stefan S., der wegen Stalkings und der Tötung einer ehemaligen Arbeitskollegin eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüßt, möchte sein Gesicht nicht zeigen. Der Film macht diese Abwesenheit nicht zum Hindernis, sondern zu seinem Ausgangspunkt. Chris Wright und Stefan Kolbe ersetzen das fehlende Bild durch Handpuppen, Puppenspielerinnen, Masken, Spiegelungen und Projektionen. Diese theatralen Mittel rekonstruieren die Tat nicht, sondern untersuchen, wie Bilder entstehen, wie sie gelesen werden und weshalb wir ihnen vertrauen. Gleichzeitig hinterfragt der Off-Kommentar immer wieder die eigenen dokumentarischen Mittel und die ethischen Fragen, die mit ihnen verbunden sind. So entsteht weder das Porträt eines Täters noch ein klassischer True-Crime-Film. Stattdessen fragt ANMASSUNG, wie wir uns ein Bild von einem Menschen machen, wie Gewalt verantwortungsvoll dargestellt werden kann und wo die Grenzen dokumentarischer Darstellung liegen. ANMASSUNG feierte seine Premiere im Forum der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2021. Mit seiner ungewöhnlichen Form wird der Film ebenso zu einer Reflexion über das Dokumentarfilmemachen wie über das Verbrechen, das seinem Ausgangspunkt zugrunde liegt.

Festivals & Awards

Genre
Dokus, Crime
Laufzeit (Min.)
Jahr
Land
Deutschland
Altersfreigabe
16
Ton
Deutsch
Untertitel
Englisch