
BRUNAUPARK macht aus einem Zürcher Wohnstreit ein einfühlsames Dokumentarfilm-Porträt über Räumung, Widerstand und Nachbarschaft im Wandel.
Synopsis
BRUNAUPARK beginnt in einer Zürcher Siedlung mit fünf Wohnblöcken, 405 Wohnungen und rund 800 Bewohner, die vom Abriss bedroht ist. Die Pensionskasse der Credit Suisse plant, das Areal durch einen Neubau zu ersetzen, und 239 Haushalte erhalten die Kündigung. Der Alltag gerät dadurch in einen lang anhaltenden Zustand der Unsicherheit.
Über drei Jahre hinweg beobachten Felix Hergert und Dominik Zietlow eine Gemeinschaft im Wandel. Einige Bewohner ziehen aus, andere wehren sich gegen die Kündigungen und erreichen Fristerstreckungen, während neue Mieter in die zunehmend fragmentierte Siedlung einziehen. Leere Wohnungen, Zwischennutzungen und wechselnde Wohnformen schaffen einen Ort zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Der Dokumentarfilm richtet seinen Blick sowohl auf die Sprache städtebaulicher Erneuerung als auch auf die Lebensrealität der Betroffenen. Verwaltungsbegriffe wie Modernisierung und Effizienz stehen den Erfahrungen von Verdrängung, steigenden Mieten und dem schleichenden Verlust sozialer Bindungen gegenüber. Gleichzeitig zeigt der Film die alltäglichen Beziehungen und Routinen, die die Gemeinschaft trotz allem zusammenhalten.
BRUNAUPARK wird so zu einer lokalen Chronik und zugleich zu einem umfassenderen Porträt urbanen Wandels unter ökonomischem Druck. Ohne vorschnelle Urteile zu fällen, beobachtet der Film Widerstand, Unsicherheit und die fragile Beharrlichkeit von Zugehörigkeit in einer Nachbarschaft, die sich grundlegend verändert.
Festivals & Awards
- Regie
- Felix Hergert, Dominik Zietlow
- Genre
- Dokus
- Laufzeit (Min.)
- Jahr
- Land
- Schweiz
- Altersfreigabe
- 16+
- Ton
- Französisch
- Untertitel
- Deutsch, Englisch, Schwedisch



















