Irene von Alberti

Director

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Irene von Alberti ist eine deutsche Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin. Sie studierte Medientechnik sowie Film und Fernsehen und arbeitete zunächst als Kameraassistentin und Kamerafrau, bevor sie eigene Regieprojekte entwickelte. Zusammen mit Frieder Schlaich gründete sie die Produktionsfirma Filmgalerie 451, die seit den 1990er-Jahren für unabhängiges Autorenkino, formal wagemutige Filme und gesellschaftlich engagte Werke steht. Als Regisseurin inszenierte sie sowohl Dokumentar- als auch Spielfilme, die sich durch eine enge Verbindung von Realität und Fiktion auszeichnen. Zu ihren zentralen Arbeiten gehören Paul Bowles – Halbmond (1995), ein Porträt des Schriftstellers in Marokko, Tangerine (2008), ein dokumentarischer Essay über Migration und Globalisierung, sowie Der lange Sommer der Theorie (2017), der die Lebens- und Denkwelten einer feministischen Wohngemeinschaft in Berlin reflektiert. Mit Die geschützten Männer (2024) adaptierte sie den Roman von Robert Merle zu einer filmischen Satire über Geschlechterverhältnisse und Machtstrukturen. Irene von Alberti gilt als eine prägende Stimme des deutschen Independent-Kinos. Ihre Filme verbinden ästhetische Radikalität mit gesellschaftlicher Relevanz und feministischem Blick, und sie hat mit der Filmgalerie 451 einen wichtigen Ort für künstlerische Filmproduktion geschaffen.

Films on Sooner

  • Die geschützten Männer

    2024

    104 mins

    Drama, Comedy

    Während Anita und Sarah eine neue Frauenpartei gründen, infizieren sich Männer mit einem neuartigen Virus, das sie sexbesessen macht.

  • Der lange Sommer der Theorie

    2017

    82 mins

    Drama, Independent

    “Was tun?” fragen drei junge Frauen, die zwischen Selbstoptimierung und prekärer Arbeit in Berlin in einer WG leben, die ihnen gekündigt wird.