Budapest, Frühjahr 2020: Zwei Menschen sind in einer Wohnung eingeschlossen, während draußen eine Welt zum Stillstand kommt. Riccardo, Reporter, und Kata, Pornodarstellerin, verbringen die Tage der Quarantäne zwischen Unsicherheit, Nähe und der Frage, wie Intimität unter Ausnahmebedingungen überhaupt funktionieren kann.
Was zunächst wie ein Spiel beginnt, wird schnell zu einem gemeinsamen Projekt: Sie filmen ihre Beziehung, ihre Gespräche, ihre Körper, ihre Routinen. Die Kamera wird zum ständigen ...
In einem unscheinbaren Kiosk in Neapel wird Fußball zur Religion. „Bostik“ ist mehr als nur eine Tabak- und Zeitungshandlung – es ist ein Wallfahrtsort für Maradona-Verehrer*innen. Zwischen vergilbten Zeitungsartikeln, Devotionalien und unzähligen Bildern von Diego Armando Maradona ist hier über Jahrzehnte ein privates Archiv entstanden, das den Mythos des „D10S“ lebendig hält.
Der Ladenbesitzer sammelt Erinnerungsstücke mit leidenschaftlicher Hingabe und hat aus seinem Geschäft eine inoffizielle ...
At 1,300 meters above sea level in the Tyrolean Alps, a return centre houses people in the asylum process who are expected to leave Austria. The isolation of the location and the constant presence of return counselling shape their everyday lives.
Within this setting, a tension emerges between the residents of the centre, the local population and the tourists who experience the surrounding landscape as a place of leisure. The idyllic alpine scenery stands in stark contrast to the reality of those ...
Ohne das Persönlichste in eine narzisstische Nabelschau abgleiten zu lassen, entwirft Becoming Outline eine filmische Form, die Klasse, Nation und Geschlecht als grundlegende Dimensionen von Erfahrung, Sozialisation und Selbstkonstitution untersucht.
Ausgehend von einem autobiografischen Kunstprojekt rekonstruiert Miriam Bajtala ihr Leben anhand der Grundrisse der achtzehn Wohnungen, in denen sie gelebt hat. Diese Räume werden zu einer Art räumlichem Lebenslauf, geprägt von Migration, ökonomischer ...
In zehn Küchengesprächen erzählen Mütter offen, direkt und ohne Filter aus ihrem Leben. In der vertrauten Umgebung ihres Alltags teilen sie persönliche Erfahrungen, Gedanken und Gefühle – ehrlich, widersprüchlich und oft überraschend.
Die Kamera bleibt nah bei den Frauen und lässt Raum für ihre Perspektiven. Dabei entsteht der Eindruck, selbst am Küchentisch zu sitzen, zuzuhören und Teil dieser Begegnungen zu werden. Jede Geschichte steht für sich, und doch fügen sich die Gespräche nach und nach ...
Beim Kämpfen wirkt Ibo alles andere als unkonzentriert. Ein halbes Jahr lang begleitet Vedran Kos dessen kraftraubende Vorbereitungen für den ersten Amateurboxkampf und erzählt dabei von den emotionalen, aber auch pragmatischen Hürden des Sports.
Die Kamera ist dabei, wenn im Sparring die Fäuste fliegen, der Schweiß angesichts kaum tragbarer Anstrengung tropft und die Wiener Innenstadt in einer genrekundigen Trainingsmontage durchkämmt wird.
Aber auch wenn (Selbst-)Zweifel aufkeimen oder ein nichtiger ...
Verhaftet, verhört, vergangen, verdrängt. In der Gedenkstätte Hohenschönhausen in Berlin erinnern Zeitzeugen an die Stasi-Methoden während der Haft. Ihre Erinnerungen sind vielfältig. Traumatisiert sind sie alle.
Ihre Anklage gilt dem ehemaligen SED - Regime. Ehemalige Stasimitarbeiter hingegen leugnen, dass ihnen Unrecht widerfahren sei. Im Film stehen sich beide Seiten gegenüber. Ein Kampf um die Deutungshoheit des Vergangenen beginnt. Persönliche Erinnerungen zeigen jedoch, dass die Geschichte ...