
HASS begleitet drei Freunde aus der Banlieue durch einen angespannten Tag und macht Polizeigewalt und Ausgrenzung zum präzisen sozialen Drama.
Synopsis
HASS beginnt am Morgen nach einer Nacht voller Unruhen in einer Hochhaussiedlung am Rand von Paris. Vinz, Hubert und Saïd bewegen sich durch ein Viertel, in dem die Spannungen zwischen Bewohner und Polizei allgegenwärtig sind, während ihr Freund Abdel nach schwerer Polizeigewalt im Koma liegt. In den folgenden 24 Stunden treiben Wut und Unsicherheit die drei Freunde auf eine immer gefährlichere Konfrontation zu.
Während der Unruhen hat ein Polizist seinen Revolver verloren – und Vinz hat ihn gefunden. Er kündigt an, die Waffe gegen einen Polizisten einzusetzen, sollte Abdel sterben. Hubert hingegen will dem Kreislauf der Gewalt entkommen, während Saïd immer wieder zwischen seinen beiden Freunden vermittelt. Ihr rastloser Weg führt sie schließlich aus der Banlieue ins Zentrum von Paris, doch die Spannungen ihres Viertels lassen sie auch dort nicht hinter sich.
In kontrastreichem Schwarz-Weiß verbindet Mathieu Kassovitz die Unmittelbarkeit des Lebens auf der Straße mit präzise komponierten, stellenweise auffallend stilisierten Bildern. Hip-Hop, Reggae und unerwarteter Humor begleiten eine Geschichte, in der Langeweile jederzeit in Konfrontation umschlagen kann. Unter den lebhaften Wortgefechten der drei Freunde liegt ein permanenter Druck, geprägt von Polizeigewalt, sozialer Ausgrenzung und dem Gefühl, am Rand der französischen Gesellschaft festzustecken.
HASS feierte 1995 im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes Premiere, wo Mathieu Kassovitz mit dem Preis für die Beste Regie ausgezeichnet wurde. In Frankreich entwickelte sich der Film mit mehr als zwei Millionen Kinobesuchen schnell zu einem großen Erfolg.
Festivals & Awards
- Regie
- Mathieu Kassovitz
- Laufzeit (Min.)
- Jahr
- Land
- Frankreich
- Altersfreigabe
- 16+
- Ton
- Deutsch, Französisch
- Untertitel
- Deutsch











