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Mutzenbacher

Mutzenbacher

Regie: Ruth Beckermann

Trailer

Hundert Männer lesen Porno und sprechen über Begehren, Scham und Macht. Ein Casting wird zum Spiegel männlicher Lust und gesellschaftlicher Tabus.

Synopsis

Mit einem Zeitungsaufruf lädt Ruth Beckermann zu einem Casting für einen Film ein, der einen bekannten pornografischen Text zur Grundlage hat. Sie lesen Passagen aus einem anonym veröffentlichten Roman von 1906, der wegen seiner expliziten Darstellung kindlicher und weiblicher Sexualität bis heute kontrovers diskutiert wird. Beckermann konfrontiert hundert Männer mit Auszügen aus dem Roman „Josefine Mutzenbacher oder Die Geschichte einer Wienerischen Dirne“, in einer Zeit, in der Sex mehrdenn je allgegenwärtig ist, aber gleichzeitig auf ein moralisch hochgradig aufgerüstetes Umfeld trifft. Die Filmemacherin, die bereits in früheren Werken gesellschaftliche Machtstrukturen hinterfragt hat, nutzt dieses Setting, um die Männer mit ihren eigenen Fantasien, Erinnerungen und moralischen Grenzen zu konfrontieren. Ohne Ausstattung oder Masken entsteht ein Raum, in dem intime Gespräche über Sexualität, Scham und Begehren möglich werden. Der Film wurde 2022 auf der Berlinale in der Sektion "Encounters" mit dem Preis für den besten Film ausgezeichnet. Er wurde daraufhin auf weiteren internationalen Festivals zum polarisierendem Diskursimpuls. Mit diesem Werk gelingt der Regisseurin ein vielschichtiges Porträt männlicher Sexualität und gesellschaftlicher Tabus.

Festivals & Awards

Laufzeit (Min.)
Jahr
Land
Österreich
Altersfreigabe
16
Ton
Deutsch
Untertitel
Englisch, Spanisch, Französisch, Schwedisch, Italienisch, Deutsch