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Keywords

  • Filmgalerie 451
  • Politics: Human Rights
  • Sooner Exclusives
  • Zivilgesellschaft
  • Wirtschaft
  • Politik

Director

  • Raoul Peck

Dokus

1h 40min

0

Belgium
France
Haiti
United States of America
2013

ENGLISH

GERMAN

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Eine globale Hilfswelle folgt auf das Erdbeben in Haiti. Pecks Doku zeigt, wie große Versprechen an der Realität eines instabilen Staates zerschellen.

Eine globale Hilfswelle folgt auf das Erdbeben in Haiti. Pecks Doku zeigt, wie große Versprechen an der Realität eines instabilen Staates zerschellen.


Am 12. Januar 2010 erschütterte ein schweres Erdbeben Haiti. 250.000 Menschen verloren ihr Leben, mehr als eine Million waren obdachlos. Die Welt reagierte schnell. Die humanitäre Hilfe begann sofort anzulaufen. Dutzende Staaten, zahlreiche internationale Organisationen und tausende Nichtregierungsorganisationen versprachen Hilfe und Unterstützung beim Wiederaufbau des Landes. Schon im März 2010 wurden auf einer Internationalen Geberkonferenz 11 Milliarden US-Dollar an Hilfszahlungen zugesagt. Hoffnungen der Haitianer waren groß. Durch die Hilfszusagen aus aller Welt wurde auch die Erwartung geweckt, Haiti nicht nur wieder aufzubauen, sondern die Katastrophe als Chance für eine „Rekonstruktion Haitis“ zu nutzen, indem die Administration des ‚schwachen Staates‘ verbessert wird.


Mit analytischem Blick und gleichzeitig persönlicher Betroffenheit gelingt es Peck, die Komplexität von Katastrophenhilfe in Bilder zu übersetzen, die ebenso eindringlich wie schonungslos sind. Interviews, Beobachtungen vor Ort und Archivmaterial verweben sich zu einer kritischen Chronik, die nicht nur Haiti betrifft, sondern ein grundsätzliches Problem globaler Hilfsstrukturen aufzeigt. Der Film fordert sein Publikum heraus, Verantwortung und Konsequenzen von humanitärer Hilfe neu zu bedenken.


TÖDLICHE HILFE feierte seine Premiere 2013 auf der Berlinale in der Reihe „Berlinale Special“, wo er internationale Aufmerksamkeit erhielt und als wichtiger Beitrag zum politischen Dokumentarfilm wahrgenommen wurde. Damit positionierte sich das Werk nicht nur als schonungslose Analyse des Wiederaufbaus in Haiti, sondern auch als Beispiel für engagiertes Kino, das Fragen nach globaler Gerechtigkeit stellt.

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