
Ein Schlüsselfilm des Dogma-Kinos und ein absoluter Klassiker des modernen europäischen Kinos.
Synopsis
BREAKING THE WAVES beginnt in einem abgelegenen Küstendorf im Norden Schottlands, und schon in den ersten Minuten sind seine raue Energie und emotionale Wucht unverkennbar. Bess, eine junge Frau mit kindlichem Glauben und unbeholfener Aufrichtigkeit, verliebt sich in Jan, einen kräftigen skandinavischen Arbeiter von einer nahe gelegenen Bohrinsel. Ihre Ehe entsteht aus einem Ausbruch von Verlangen und macht den Film sofort, intim und überwältigend.
Von dort aus erzählt BREAKING THE WAVES eine Liebesgeschichte, die von Entfernung und Mangel geprägt ist. Jan muss immer wieder zur Bohrinsel zurückkehren und lässt Bess mit ihren Gebeten und ihrer Sehnsucht zurück, während das Dorf ihre Inbrunst mit Misstrauen betrachtet. Als ein Unfall ihn vom Hals abwärts lähmt, glaubt Bess, ihre Bitten seien erhört worden, und ihre Hingabe wird dringlicher, riskanter und schwerer zu bändigen.
Der Film macht Glauben zu einem gelebten Konflikt. In einem puritanischen Umfeld, das Übermaß selbst in der Religion misstraut, misst Bess Liebe an Hingabe, Leid und trotzigem Hoffen. Lars von Trier stellt ihren geistigen Hunger der sozialen Strenge gegenüber und einem Gott, den sie beinahe mit ihrer eigenen Stimme anspricht. So entsteht ein Melodram über Glauben, Begierde, Scham und den Schmerz, um Wunder zu bitten.
Das Quellenmaterial beschreibt BREAKING THE WAVES als Wendepunkt in Lars von Triers Werk, weg von den früheren kalten, hochartifiziellen Albtraumfilmen hin zu einem offen emotionalen Kino. Genannt werden auch seine Hinwendung zum Katholizismus, die Taufe mit seiner ersten Tochter Agnes, der Einfluss von Bergman, Dreyer und Hitchcock, die Verlegung in die 1970er Jahre, Popsongs aus dieser Zeit, Robby Müllers bewegliche Cinemascope-Kamera sowie die Leistungen von Stellan Skarsgård und Emily Watson, die dafür mit dem Europäischen Filmpreis Felix ausgezeichnet wurde. BREAKING THE WAVES bleibt ein einzigartiges, verstörendes Drama, das lange nach dem letzten Bild nachhallt.
Festivals & Awards
- Regie
- Lars von Trier
- Laufzeit (Min.)
- Jahr
- Land
- Dänemark
- Altersfreigabe
- 16+
- Ton
- Deutsch, Englisch
- Untertitel
- Deutsch













